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Hinter dem kleinen Feuer sieht man ein Protestplakat.
Legende: Maggi-Nudeln werden in Indien auf offener Strasse verbrannt. Keystone
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Wirtschaft Rückschlag für Nestlé im Nudelland Indien

Der Nahrungsmittelkonzern muss in Indien seine populären Instant-Nudeln aus dem Handel nehmen. Grund sind Berichte von indischen Kontrolleuren, die den Nudeln zu hohe Bleikonzentrationen bescheinigen. Der Lebensmittelkonzern hält dagegen. Es geht um viel Geld.

Nestlé kämpft mit Problemen in Indien. Die dort sehr beliebten Nudeln von Maggi sorgen für Aufsehen. Es steht Aussage gegen Aussage: Während indische Lebensmittel-Kontrolleure von hohen Blei-Konzentrationen bei den Instant-Nudeln berichten, verweist Nestlé auf interne und externe Tests, die das Gegenteil beweisen sollen.

Nestlé gibt sich optimistisch

Nestlé-Chef Paul Bulcke verlangt deswegen Einsicht in die Untersuchungen der indischen Kontrolleure. «Wir sind ein Unternehmen, das vom Vertrauen der Konsumenten lebt», so Bulcke. «Ich bin zuversichtlich, dass wir bald wieder auf dem Markt sind.»

Bis es soweit ist, muss der Lebensmittelkonzern allerdings noch zuwarten: In der Hauptstadt Neu-Delhi wurde der Verkauf der Nudeln für 15 Tage untersagt, in mindestens sechs Bundesstaaten ist er derzeit verboten.

Jährlicher Umsatz von mehr als 200 Millionen Franken

Nun soll die Situation geklärt werden. Denn für Nestlé sind die Nudeln ein wichtiges Standbein: Der Umsatz beträgt zwischen 15 bis 20 Prozent des Nestlé-Gesamtumsatzes in Indien. Jährlich bringen sie rund 15 Milliarden Rupien (etwa 220 Millionen Franken) ein.

Die Packungen werden für umgerechnet 19 Rappen angeboten und sind landesweit an nahezu jeder Strassenecke zu haben. Sie sind besonders bei Schülern und Studenten beliebt.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von F.Riedo , Bern
    Wenn die Konsumenten nicht so dumm wären, hätten sie den Multiunternehmen nie so viel Macht gegeben. Kauft keiner der Inder mehr Nestleprodukte, wäre dies ein schwerer Schlag für einen Lebensmittelmulti und ein Denkzettel. Die Industrie und Grossverteiler versuchen schon seit Jahren einen Kommunismus der Industrie zu errichten, um Gewinne zu maximieren. Dabei geht man über Leichen, verringert die Auswahl, senkt Standards, verringert Füllmengen und verarbeitet minderwertiges.
  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    Zu wissen scheint wichtig, dass die Nudeln nicht importiert -, sondern im Land selbst hergestellt werden... Mich selber interessiert, ob das mit den in SA hergestellten Instantnudeln von Maggi aehnlich ist???
  • Kommentar von Heiri Kugler , UdonThani
    Diese Chemiekeulen sind nicht beliebt, es mangelt schlicht an bezahlbaren Alternativen. Ganze Schülergenerationen mittelloser Eltern ziehen sich diese Nudeln täglich rein. Die Menge an erforderlichem Schmiermittel wird regelmässig neu ausgehandelt, da sind "Lebensmittelkontrollen" ein hilfreiches Instrument.
    1. Antwort von Kuse Björn , Goldiwil bei Thun
      Nestle geht es nicht ums PrimärLebensmittel, sondern ums sekundär benötigte (Lebens-) Mittel zur Herstellung des Endproduktes. Dies Lebensmittel heißt WASSER. Hier suchen sie eine weltweite Monopolstellung zu erlangen. (Siehe "Bottleds Life" und Nestles schmutziges Geschäft mit Wasser.) Die armen Länder können sich sauberes Wasser aber nicht leisten und klar ist das daraus resultierende Endprodukt aus Schmutzwasser auch verseucht. Nestle macht auf unschuldig. Im rechtl.Sinne sind sie auch MORAL?