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Sawiris mit Aktienmehrheit am Andermatt Resort
Aus Tagesschau vom 27.03.2013.
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Wirtschaft Sawiris übernimmt Mehrheit in Andermatt

Der Bau- und Hotelkonzern hat im letzten Jahr ein Defizit von fast 100 Millionen Franken eingefahren. Die Holding gehört Samih Sawiris. Orascom wird vermutlich auch 2013 wieder Verluste schreiben. Die Finanzierung des Projekts in Andermatt soll aber nicht gefährdet sein.

Der Bau- und Hotelkonzern Orascom schliesst 2012 mit einem Verlust von 97,2 Millionen Franken ab. Ausserordentliche Ereignisse und Rückstellungen führten zu dem erneuten Verlust.

2013 deckt Samih Sawiris das erwartete Defizit von bis zu 60 Millionen Franken. Die ausserordentlichen Ereignisse schlugen mit 45,1 Millionen und die Rückstellungen aus dem Immobiliengeschäft mit 27,3 Millionen Franken zu Buche, wie der Konzern meldete. Der Umsatz stieg um 7,1 Prozent auf 271,9 Millionen. Eine Dividende soll es nicht geben.

Sawiris mit Schirm.
Legende: Steht im Regen: Der Bau- und Hotelkonzern Orascom von Samih Sawiris vermeldet Riesenverluste. Keystone

Vorsichtiger Optimismus für 2013

Um die Kapitalbasis des Urner Projekts Andermatt Swiss Alps zu stärken, wandelt Sawiris seine Kredite an Orascom Development in Eigenkapital von Swiss Alps um. Zudem verpflichtet er sich, die Finanzierung des Projekts mit mindestens 150 Millionen bis 2017 sicherzustellen.

Das Tourismusprojekt Andermatt Swiss Alps scheint somit gesichert, wie SRF-Wirtschaftsexperte Tobias Fässler in «HeuteMorgen» sagt. Samih Sawiris übernehme in Andermatt persönlich die Federführung. Der Ägypter sei neu Mehrheitsaktionär der Andermatt Swiss Alps. Er soll auch Verwaltungsratspräsident werden.

Das erste Hotel in Andermatt soll Ende dieses Jahres eröffnet werden.

Keine Zweifel in Andermatt

Der Gemeindepräsident von Andermatt, Roger Nager, ist trotz der schlechten Zahlen von Orascom zuversichtlich, was das Tourismusprojekt in seiner Gemeinde angeht. Bis 2005 hätte Andermatt mit der jährlichen Abwanderung von 20 bis 30 Person zu kämpfen gehabt. Nun seien für das einheimische Gewerbe jedoch viele Investitionen abgefallen.

Zweifel am Projekt hat der FDP-Gemeindepräsident auf keinen Fall. Es gebe immer wieder Hürden, wie zum Beispiel die Zweitwohnungsinitiative und der arabische Frühling, die zu nehmen seien. Es hätten aber nach wie vor viele ein Interesse daran, die Entwicklung mitzumachen und sich Wohneigentum leisten.

Kairo steht unter Druck

Für 2013 zeigt sich Orascom vorsichtig optimistisch, obwohl die Umsätze bei den Hotels und die Immobilienverkäufe in den ersten zwei Monaten unter dem Vorjahreswert blieben. Über das Resort in Andermatt informiert die Firma am 16. April.

In der ägyptischen Heimat steht Orascom stark unter Druck. Dem Unternehmen wird unter anderem Steuerhinterziehung vorgeworfen, wie die in Kairo lebende Journalistin Astrid Frefel berichtet. Da gehe es um die Bausparte und ein Geschäft aus dem Jahr 2007. Damals habe man das Zementgeschäft verkauft und dafür eine steuersparende Verkaufsvariante gewählt. «Juristisch ist es korrekt, aber es ist ein wenig stossend, wenn man bei einem Milliardengeschäft ganz wenig Steuern bezahlt», sagt Frefel gegenüber Radio SRF.

Ägypten könne es sich nicht leisten, die Grossindustriellen zu vergraulen. Es müssten aber klare Regeln gefunden werden. «Das braucht es, damit Rechtssicherheit entsteht und neue Industrielle kommen können», so Frefel weiter.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Holzhammer , 8903 Birmensdorf
    Ob wir da nicht unsere Heimat verkaufen????
    1. Antwort von Walter Ineichen , Beckenried
      Ja, leider tun wir das Schritt für Schritt. Fremde Mächte erobern unser Land nicht mit Armeen, sondern mit dem Kauf unseres Bodens. Und da gibt's noch Schweizer, die dies begrüssen, und solche "Investoren" als Retter unseres Vaterlandes verherrlichen. Dabei geht es ja nur um die Kohle. Die würden sogar ihre eigene Grossmutter für paar Milliönchen verschachern. Wenn Asylbewerber ins Land kommen, wird heftig protestiert. Wenn Milliardäre uns enteignen gib's Standing Ovation. Arme, arme Schw...
    2. Antwort von Margrit Holzhammer , 8903 Birmensdorf
      @Walter Ineichen: Genau so ist es!!!! Das wird aber schlagartig ändern. Ich kann es kaum mehr erwarten bis ich (WIR) ins Bundeshaus stehen und in allen 4 Landessprachen ausrufen kann: "DER STAAT BIN ICH!"
  • Kommentar von jc.heusser , erstfeld
    Man könnte ja die "Suworow-Festspiele" jedes Jahr durchführen, dann könnten die "reichen Russen" im Hotel Chedi übernachten . . . . schmunzel, schmunzel !
  • Kommentar von Walter Ineichen , Beckenried
    ......."Das Tourismusprojekt Andermatt Swiss Alps scheint somit gesichert." Da gibt's doch ein Sprichwort: "Der Schein trügt".