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Wirtschaft Schweizer arbeiten mehr als die meisten Europäer

Zwar ging die wöchentliche Arbeitszeit in den letzten Jahren etwas zurück, in Europa ist aber kaum ein anderes Land fleissiger als die Schweiz.

Legende: Video Die fleissigen Schweizer abspielen. Laufzeit 1:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.05.2015.

2014 verbrachten Schweizerinnen und Schweizer pro Woche durchschnittlich 41 Stunden und 20 Minuten bei der Arbeit. Berücksichtigt wurden dabei alle Arbeitnehmenden mit Vollzeitanstellung. Dies zeigt die neuste Arbeitszeitstatistik des Bundesamtes für Statistik (BfS). Seit 2010 sei die Arbeitszeit leicht zurückgegangen, um 5 Minuten pro Woche oder rund 4 Stunden pro Jahr.

Vor kurzem veröffentlichte auch das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) eine Statistik über durchschnittlich geleistete Wochenarbeitsstunden von Vollzeitangestellten. Gemäss der Eurostat-Statistik ist die Schweiz noch fleissiger: 43 Stunden und 40 Minuten sollen Schweizerinnen und Schweizer im letzten Jahr pro Woche gearbeitet haben. Damit liegt die Schweiz im europäischen Vergleich auf Rang zwei.

Skandinavier mit mehr Freizeit

Die Unterschiede zwischen den beiden Statistiken sind gemäss Eurostat auf verschiedene Datenerhebungsmethoden zurückzuführen. Die Türkei führt den europäischen Vergleich mit über 50 geleisteten Arbeitsstunden pro Woche an. Ebenfalls zur Spitzengruppe gehören Island und das oft gescholtene Griechenland mit rund 43 Wochenstunden.

Am wenigsten arbeitet man in Finnland. Gemäss der Eurostat-Studie arbeiten Finnen nur 38,4 Stunden pro Woche, ganze 12 Stunden weniger als in der Türkei. Auch die Nachbarstaaten Norwegen und Schweden sind mit rund 39 Stunden am Ende der Statistik aufzufinden.

Eine kleine Überraschung zeigt die Statistik im Fall von Frankreich auf: Mit 38,8 Stunden, die Franzosen wöchentlich bei der Arbeit verbringen, liegen sie fast vier Stunden über der gesetzlich verankerten 35-Stunden-Woche.

Sendebezug: Tagesschau am Mittag, 21.5.2015

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Florian Menevis, Zollikon
    In der Türkei und wahrscheinlich in Indien, Afrika wird noch mehr gearbeitet. Die Arbeitszeit pro Woche ist kein Masstab für Effizienz und Produktivität. Der protestantische Arbeitsmasochismus wird kein Zukunftsmodell für die Schweiz sein. Echte Innovation würde bedeuten, dass Effizienz und Produktivität steigen, bei geringerem Arbeitseinsatz. Momentan versuchen Firmen durch billige Arbeitskräfte ihre Innovationsdefizite auszugleichen, das funktioniert mittelfristig. Langfristig jedoch nicht.
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  • Kommentar von W. Busch, Sontheim
    so ischs halt, wenn man langsamer ist, da muss man halt länger arbeiten um das selbe Ergebnis zu erreichen!
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    1. Antwort von P. Stalder, Luzern
      W. Busch, Deutschland. Tja, ist schon krass, dass der deutsche pro Kopf BIP um 45% SCHLECHTER ist als derjenige der Schweiz! Tja, und Neid ist immer das grösste Kompliment von hervorragenden Leistungsergebnissen..:-) Siehe Nachweis: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt
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    2. Antwort von W. Busch, Sontheim
      @P. Stalder, Luzern - wo haben sie denn das her - aus Grimms' Märchen? Der deutsche Export spricht für sich, ohne schweizer Fremdarbeiter (nicht wie in CH). Wo man auf ungeliebte ausländische Arbeitskräfte angewiesen ist!!
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    3. Antwort von P. Stalder, Luzern
      @W. Busch, Deutschland. Sie sind nicht der einzige Deutsche, der nicht weiss dass der deutsche BIP 45% schlechter ist als der Schweizer BIP :-) Deshalb wie schon vorgängig erwähnt, nochmals den Nachweis-Link --> http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Von Nichts kommt nichts oder? Und wenn was da ist, wollen alle Faulen das auch, wie bei den Affen, der die Banane hat wird verfolgt.
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