Zum Inhalt springen

Wirtschaft Schweizer arbeiten zu viel

In der Schweiz sind 2013 fast 200 Millionen Überstunden geleistet worden. Das entspricht 105'000 Vollzeitstellen. Auf jeden Beschäftigten kommen jährlich 47 Überstunden.

Legende: Video Ein Volk von «Chrampfern», sagt die Statistik abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 22.08.2014.

Seit 2003 hat das Überstundenvolumen in der Schweiz von 174 Millionen auf 198 Millionen (+14%) im Jahr 2013 zugenommen. Dies geht aus der Publikation «Arbeitsmarktindikatoren 2014» des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.

Am meisten Überstunden werden in der Banken- und Versicherungsbranche geleistet, nämlich 83 Stunden pro Jahr und Vollzeitstelle, am wenigsten in der öffentlichen Verwaltung, die mit 23 Überstunden das Schlusslicht bildet.

Die drittfleissigsten Europäer

Für das BFS weisen die vielen Überstunden zwar auf ein Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt hin. Daraus dürfe aber nicht geschlossen werden, dass ein massiver Abbau der Überstunden automatisch auch die Arbeitslosigkeit senken würde. Überstunden würden meist nur phasenweise geleistet. Auch gingen häufig Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt aus Qualifikationsgründen aneinander vorbei, schreib das Bundesamt.

Nicht nur bei den Überstunden, auch bei der Arbeitszeit erweist sich die Schweiz als ein Volk von «Chrampfern»: Mit 41,7 Stunden pro Woche stand sie letztes Jahr europaweit an dritter Stelle. Nur Isländer und Briten arbeiteten noch mehr, nämlich 44,2 respektive 42,4 Stunden.

Mit 82,1% weist die Schweiz zudem für 2013 neben Island (82,8%) europaweit den höchsten Anteil an Erwerbstätigen an der Bevölkerung aus.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von andreas furrer, prilly
    wie sieht das mit den gesundheitskosten aus, oder werden die nachher auf die faulen verteilt?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von D.Menzi, Regensdorf
    Die Schweizer arbeiten nicht zuviel ich empfinde mein normal Pensum von 50-60 die Woche als angenehm auch wenn es zwischendurch Ausreisser mit bis zu 80 Stunden gibt, weniger artet in Langweile aus und befriedigt nicht. Ich habe eher das Gefühl das die Anderen zu wenig arbeiten, sonst würde es ihnen auch besser gehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Die Einen arbeiten, um leben zu können, die Anderen leben, um zu arbeiten. Es gibt 3 Methoden, um leben zu können. Betteln, stehlen oder etwas leisten. (Mirabeau) Nach der dritten Möglichkeit leben leider viel zu viele unserer Landsleute. Wirklich zu leben ist das Kostbarste. Die meisten Menschen existieren bloss. (Oskar Wilde)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen