Schweizer trinken mehr ausländisches Bier

Dank zunehmendem Import ist in der Schweiz im Braujahr 2011/2012 wieder etwas mehr Bier getrunken worden. Allerdings nur mehr ausländischer Gerstensaft. Der Konsum inländischen Bieres sank.

Herkunft der Import-Biere Schweizer mögen am liebsten Gebrautes aus dem Bier-Land Deutschland. Die Grafik zeigt die grössten Herkunftsländer des in der Schweiz getrunkenen Biers.

Während Schweizer Brauereien 0,3 Prozent weniger Bier abgesetzt haben, ist der Bierimport um 4,1 Prozent gestiegen. Dies teilt der Schweizerische Brauerei-Verband mit. Insgesamt nahm das Gesamtvolumen um 0,7 Prozent auf rund 4,6 Millionen Hektoliter zu.

Der Marktanteil der Bierimporte stieg von 22,9 Prozent im Vorjahr auf 23,7 Prozent. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) stammen aus Deutschland. Aus Frankreich sind es 14,5 Prozent und aus Portugal 12,2 Prozent.

Gegen Pflichtpfand und neues Alkoholgesetz

 
Pro Kopf stagniert der Bierkonsum in der Schweiz seit Jahren. Durch die Euroschwäche und die wirtschaftlich unsichere Lage habe der Einkaufstourismus abermals zugenommen, erklärte der Brauerei-Verband. Auch die Konsumverlagerung von der Gastronomie in den Detailhandel halte an.

Mehrere Biergläser nebeneinander. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Schweizer stehen vor allem auf deutsches Bier. colourbox

 Der Verband wehrt sich bei der anstehenden Revision des Alkoholgesetzes gegen Eingriffe in die Wirtschaftsfreiheit wie zeitliche Alkoholverkaufsverbote. Auch das Ansinnen von Getränkegrossisten für ein Pflichtpfand lehnt er ab.