Seco-Auguren prophezeien weiteres Wachstum

Steigende Exporte werden der Schweizer Wirtschaft Aufwind verleihen. Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftsexperten des Bundes. In nackten Zahlen ausgedrückt, bedeutet dies: Um 2,3 Prozent nimmt das Bruttoinlandprodukt im kommenden Jahr zu.

Arbeiter, der Gusseisen verarbeitet. Es sprühen Funken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Funke springt über: Das Seco rechnet für das kommende Jahr mit anhaltendem Wirtschaftswachstum. Keystone

Für die Experten des Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ist klar: Die erwartete positive Wende in der Wirtschaft scheint sich zu bestätigen. Bereits in diesem Jahr wuchs das Bruttoninlandprodukt (BIP); von 1,8 auf 1,9 Prozent. Das Seco korrigierte die Prognose somit leicht nach oben. Geht es nach den Experten des Bundes, steigt das BIP im kommenden Jahr weiter auf 2,3 Prozent. Für das übernächste Jahr rechnen sie gar mit einer Zunahme auf 2,7 Prozent.

Erholung auf dem Arbeitsmarkt

Mit dem Anspringen des bislang stotternden Exportmotors gewinne «das konjunkturelle Fundament» an Breite. Dies schreibt das Seco in einer Mitteilung. Grund sei die robuste Binnenkonjunktur – die bisher dominierende Wachstumsstütze. Voraussetzung dafür sei, dass sich die internationale Konjunktur weiter erhole. Diese sei allerdings nach wie vor fragil.

Mit der anziehenden Konjunktur hellt sich auch der Ausblick für den Arbeitsmarkt auf. Insbesondere im Industriesektor dürfte die Trendwende nach unten erreicht sein. Die Bundesökonomen rechnen mit Arbeitslosenquoten von 3,2 Prozent für dieses Jahr. Für 2014 rechnen sie mit 3,1 Prozent und für 2015 mit einer Quote von 2,8 Prozent. Die Zahlen gegenüber der letzten Prognose haben sich nur leicht geändert, fügt das Seco an.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Entstehung von Wirtschaftsprognosen

    Aus Tagesschau vom 19.12.2013

    Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco geht davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft im nächsten Jahr um 2,3 Prozent wachsen wird. Es gehört damit zu den Optimisten in der Konjunkturforschung. Pessimisten glauben, das Wachstum werde nur 1,8 Prozent betragen. Zwei Chefökonomen erklären, wie diese Zahlen entstehen.