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Wirtschaft Sinkende Zinsen: Was Hauseigentümer und Mieterverband jetzt sagen

Der für die Mieten massgebende Referenzzinssatz ist um einen Viertelprozentpunkt gesunken und beträgt nur noch zwei Prozent. Der Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) und der Mieterverband (MV) gehen davon aus, dass der Referenzzinssatz nun einige Zeit tief bleiben wird.

«Wir gehen schon lange davon aus, dass der Referenzzinssatz sinken wird. Jetzt oder im Dezember», sagt Peter Macher vom Mieterverband. Mit einer weiteren Senkung rechnet Macher allerdings nicht.

Der Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) hält es für möglich, dass der Referenzzinssatz 2014 wieder steigt. Aber: «Wir gehen davon aus, dass der Referenzzinssatz im Dezember noch bei 2 Prozent bleiben wird», sagt Monika Sommer vom HEV.

Mieterverband fordert Automatismus

Der Mieterverband bemängelt, dass zu wenig Hauseigentümer die Mietpreise von sich aus senken. Deshalb fordert der Mieterverband, dass die Vermieter ihre Preise automatisch anpassen müssen, per Gesetz.

Sommer vom HEV hält das nicht für eine gute Idee. «Ein Automatismus macht wenig Sinn.» Die Unterhalts- und Betriebskosten stiegen in den jeweiligen Mietverhältnissen unterschiedlich. Auch die Renditesituation sei überall anders. Die aktuelle Regelung sei im Übrigen auch im Interesse der Mieter. Im umgekehrten Fall, wenn die Zinsen wieder stiegen, würden diese nicht sofort an die Mieter weitergegeben werden.

Beide Verbände empfehlen Mietern und Vermietern, ihre Mietzinsen aufgrund der neuen Situation zu überprüfen.

Mietsenkung fordern

Ist der Referenzzinssatz im Mietvertrag höher als der aktuelle, sollte der Mieter einen eingeschriebenen Brief an den Vermieter mit der Forderung schicken. Der Mieter muss innerhalb von 30 Tagen reagieren. Wird die Miete nicht oder zu wenig gesenkt, kann sich der Mieter innerhalb von 60 Tagen an die Schlichtungsstelle wenden.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger16370 Stans, 6370 Stans
    Die Löhne werden schweizweit ansteigen. Gleichzeitig soll der Mietzins sinken? Bei einer Miete von Fr. 1'500.-- würden die Mietkosten um Fr. 300.-- gesenkt. Bei einem Mehrfamilienhaus mit 10 Wohnungen à Fr. 1'500.-- gäbe das für den Hauseigentümer Mindereinnahmen von Fr. 3'000.-- monatl., respektive Fr. 36'000.-- jährlich - dies bei stets steigenden Unterhaltskosten. Ein Verhältnisblödsinn sondergleichen, aber für den linkslastigen Mieterschutz ok.
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    1. Antwort von H. Frühling, Bern / Zürich
      Mietrecht: schwach > wie setzt sich ein Mietzins zusammen Rechnen: schwach > Folge falscher Annahmen Arbeitsrecht: sehr schwach > Lohnforderung = Lohnerhöhung, das unbekannte Wesen Was bleibt da von Ihrem Kommentar noch ? Sie gehen davon aus, dass die Forderungen nach einer Lohnerhöhung durchkommt, möchten aber diese Erhöhung gleich wieder über die Miete abschöpfen; oder so. Rechtslastige Träumereien......
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