Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn

Der zurückgetretene Chef des krisengeschüttelten VW-Unternehmens gerät ins Visier der Justiz. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig leitet Ermittlungen ein.

Martin Winterkorn bei einer Pressekonferenz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vergangenen Mittwoch als VW-Chef zurückgetreten: Martin Winterkorn. Keystone

Im Zusammenhang mit der Abgas-Affäre ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen den zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liegt auf dem Vorwurf des Betrugs durch den Verkauf von Kraftfahrzeugen mit manipulierten Abgaswerten, teilte die Behörde am Montag mit. Hintergrund seien eingegangene Strafanzeigen.

Ferner teilt die in Braunschweig ansässige Zentralstelle für Wirtschaftsstrafsachen mit: «Weiter ist in diesem Zusammenhang eine Strafanzeige der Volkswagen AG ohne Benennung eines Beschuldigten eingegangen; Zielrichtung der Ermittlungen ist insbesondere die Klärung der Verantwortlichkeiten.»

Winterkorn hatten den Betrug von VW vergangene Woche zugegeben und sich dafür entschuldigt, bevor er den Chefsessel räumte.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Abgas-Affäre kostet VW-Chef doch den Kopf

    Aus Tagesschau vom 23.9.2015

    Martin Winterkorn tritt als Konzernchef von Volkswagen zurück. Nach wie vor schweigt sich VW über die vom Abgas-Skandal betroffenen Modelle aus. Und unklar bleibt auch, ob Autos in der Schweiz betroffen sind.

  • FOKUS: Wie war der VW-Skandal überhaupt möglich?

    Aus 10vor10 vom 22.9.2015

    Wie kann in einem Weltkonzert wie VW derart systematisch und vorsätzlich geschummelt werden? «10vor10» sucht in einem Abgas-Testcenter nach Antworten und befragt einen Experten für Wirtschaftskriminalität.