Swiss-Chef: «Turnaround noch nicht geschafft»

Den schwierigen Bedingungen in der Luftfahrt zum Trotz befindet sich die Swiss im Aufwind. Im Sommergeschäft konnte die Fluggesellschaft deutlich Gewinne erzielen. Laut CEO Harry Hohmeister ist die Airline noch nicht über dem Berg.

Blick durch ein Flugzeugfenster auf Swiss-Flugzeuge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Swiss konnte die Auslastung ihrer Flüge steigern. Keystone

Nachdem die Airline in den Wintermonaten einen Verlust von 24 Millionen Franken hinnehmen musste, schaffte die Swiss zum Halbjahr den Sprung in die schwarzen Zahlen. Im dritten Quartal befindet sich die Swiss noch im Steigflug und erhöhte den Gewinn um 10,5 Prozent auf 137 Millionen Franken. Der Betriebsertrag stieg dabei um 2 Prozent auf 1,39 Milliarden Franken.

Die schwierigen Bedingungen in der Luftfahrt hätten die Swiss trotz allem gefordert, so Swiss-Chef Hohmeister. Das Ergebnis spiegle zwar die Anstrengungen wieder, der «Turnaround» sei aber noch nicht erreicht.

Besser ausgelastet

Zulegen konnte die Swiss bei der Auslastung. In den ersten drei Quartalen verzeichnete das Unternehmen 12,2 Millionen Passagiere, ein Plus von 1,1 Prozent zum Vorjahr. Die Swiss führte gleichzeitig 2,3 Prozent weniger Flüge durch. Die Flugzeuge waren damit zu 84,4 Prozent ausgelastet. In der Beförderung von Frachten konnte die Swiss den Umsatz steigern.

Mutterkonzern im Umbau

Derzeit befindet sich der Mutterkonzern Lufthansa im grössten Umbau seiner Geschichte. Dank der laufenden Konzernsanierung und Erlössteigerungen ist der operative Gewinn der Lufthansa und der Billigtochter Germanwings in den ersten neun Monaten um 170 Prozent auf 300 Millionen Euro gestiegen. Seit mehr als fünf Jahren werde die Lufthansa 2013 mit Flügen in Europa und Deutschland wieder Geld verdienen, sagte Konzernchef Christoph Franz.