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Wirtschaft Swiss dreht Basel den Rücken zu

Ende Mai verschwinden die Flieger mit dem Schweizer Kreuz auf der Heckflosse vom Euroairport in Basel. Der Wegzug hatte sich schon seit einiger Zeit angekündigt, nun steht der Termin fest. Wird Basel nun zum Tummelfeld der Billigflieger?

Ein Mann schaut aus dem Cockpitfenster und hält den Daumen hoch.
Legende: Aus für Basel. Nur noch der Name Allschwil auf dem Flugzeug erinnert an den Standort Euroairport. Keystone

Die Swiss stellt den Flugbetrieb in Basel per Ende Mai 2015 ein. Noch ist unklar, ob und wann die neue Lufthansa-Billigtochter Eurowings nach Basel kommt.

Der Entscheid erfolge unabhängig von einer allfälligen Eurowings-Basis in Basel, teilte die Swiss mit. Aufgrund des veränderten Marktumfelds und schwierigen politischen Rahmenbedingungen bestünden keine Perspektiven, damit eine Qualitätsfluglinie wie die Swiss in Basel profitabel wirtschaften könne, hiess es im Communiqué.

Basel habe sich zu einem Low Cost Carrier Markt entwickelt, also zu einem von Billigfluglinien dominierten Flughafen. Klarer Marktführer ist Easyjet.

Verschärft worden sei die Situation durch die ungeklärte Rechtslage bezüglich französischer Besteuerung und durch die angekündigten zusätzlichen Gebühren für den sich auf französischem Grund befindlichen Euroairport Basel-Mülhausen, fügte die Swiss hinzu.

Kritik von Gewerkschaft

Von der Einstellung sind insgesamt 24 Stellen aus der Wartung der Flugzeuge und der Station betroffen. Diese Mitarbeiter können laut der Swiss weiterbeschäftigt werden.

Auf das Fliegende Personal habe der Rückzug keine Auswirkungen, da in Basel keine Crew stationiert sei und die beiden Flugzeuge nach Zürich überführt. Dort würden sie für den Ausbau des Streckennetzes eingesetzt, schreibt die Swiss. Auch die Mitarbeitenden im Betriebsgebäude in Basel seien nicht betroffen.

Die Gewerkschaft Swiss Transport Workers Union (SEV-GATA) kritisierte den Stilllegungsentscheid dennoch: Es sei moralisch und wirtschaftlich äusserst fragwürdig, Arbeitsstellen von Fachspezialisten in Basel aufzuheben und Fakten zu schaffen, bevor der Konzernentscheid zu Eurowings gefallen sei, liess sich SEV-GATA-Präsident Philipp Hadorn zitieren.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von ewr mueller, baden
    Apropos Regierungsrat und Pilot. Wollte anfang dieses Jahres nicht ein gewisser Tom Kreienbühl aus Thürnen für die Regierungsratswahlen kandidieren? Und er versprach, er würde auf zwei Drittel seines Lohnes verzichten, falls er gewählt würde. Falls Herr Kreienbühl sich immer noch in den Lüften oben befindet, findet seine Landung auf dem Boden der Realität noch vor dem 8. Februar statt?
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Ohne Basel würde die SWISS heute nicht mehr existieren. Schon vergessen. Die Basler Crossair hatte die Swissair übernommen und das Geschäft weitergeführt. Später wurde die Crossair in SWISS umgetauft. Der Code CRX, mit welchem die SWISS heute noch fliegt zeigt augenfällig, woher die SWISS kommt.
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    1. Antwort von Robert Frei, Wettingen
      Ganz so stimmt das nicht.Die Crossair übernahm die Swiss nicht, die Swiss wurde dort nur angehängt. Zudem hätte sich die Crossair dabei kräftig an der Swiss verschluckt, mit 12 Milliarden Schulden. Soo wichtig ist also Basel in diesem Falle nicht, es hätte sich auch ohne Crossair eine tragfähige Lösung gefunden. Der Code, den die Swiss heute fliegt, ist übrigens LX.
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Realitäts Check! Zürich ist günstiger als Basel im Internationalen Flügen. Ab Basel sind die meisten Flüge Teurer. Richtig, es gibt günstige Angebote ab Basel in Europa, aber damit hat es sich... Ich kann es immer noch nicht Glauben das Lufthansa aka die Tochter Swiss nicht mehr ab Basel fliegen soll. Und das mit den Franzosen ist eh ein Witz für sich. Beide Länder profitieren von diesem Flughafen, warum kann man nicht weiterhin zusammen den Gewinn einsacken anstelle den Hals nicht voll zu bek.
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