Swiss Re mit deutlich weniger Gewinn

Den Schweizer Rückversicherer Swiss Re sind Naturkatastrophen teuer zu stehen gekommen. Der Gewinn sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 637 Millionen Dollar.

Logo von Swiss Re am Hauptsitz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hat im ersten Semester vor allem in der Sparte Sachversicherungen eingebüsst: Der Rückversicherer Swiss Re. Keystone

Der Rückversicherer Swiss Re hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um 22 Prozent auf 637 Millionen Dollar erlitten. In der Sparte Sachversicherungen ging das Ergebnis als Folge hoher Schäden im Berichtsquartal um 39 Prozent auf 283 Millionen Dollar zurück.

Auch mit den Kapitalanlagen verdiente der weltweit zweitgrösste Rückversicherer laut einer Mitteilung des Konzerns weniger. Die Rendite auf Kapitalanlagen lag mit 3,7 Prozent unter jener des Vorjahreszeitraums von 4,2 Prozent.

Somit hat Swiss Re im ersten Semester insgesamt deutlich weniger verdient. Der Konzerngewinn für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres sank im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 17 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar. Besonders augenfällig ist der Gewinneinbruch in der Sparte Sachversicherungen, wo der Gewinn um 32 Prozent auf 870 Millionen Dollar sank, obwohl das Prämienvolumen um 11 Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar zulegte.

Swiss Re erachtet Zahlen dennoch als «solide»

Die verdienten Prämien und Honorareinnahmen der Gruppe stiegen in den ersten sechs Monaten 2016 um 9,6 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar. Bei konstanten Wechselkursen erhöhten sich die Einnahmen um 12,1 Prozent. Darin spiegelt sich laut Konzernangaben das Wachstum in ausgewählten Märkten und Geschäftssparten wider.

Der Schaden-Kosten-Satz, eine wichtige Branchenkennzahl, verschlechterte sich im ersten Halbjahr auf 98,0 Prozent gegenüber 88,9 Prozent in der Vorjahresperiode.

Der seit Anfang Juli amtierende Konzernchef, Christian Mumenthaler, bezeichnet die Resultate im Communiqué angesichts des schwierigen makroökonomischen Umfeldes, höheren Schäden infolge von Naturkatastrophen und anderen gemeldeten Grossschäden dennoch als «solide».