Thomson Reuters streicht 50 Stellen in Genf

Der kanadische Medien- und Finanzinformationskonzern Thomson Reuters streicht in Genf 50 Stellen. Betroffen vom Jobabbau ist die Abteilung Finanzen und Risiken. Der Genfer Staatsrat Mauro Poggia will sich im Januar mit den Verantwortlichen treffen.

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Bildlegende: Thomson Reuters beschäftigt weltweit über 60'000 Mitarbeitende. Keystone

Das Finanzdienstleistungsunternehmen Thomson Reuters ist angeschlagen und kämpft mit hohen Verlusten. In Genf werden nun 50 Stellen gestrichen. Betroffen vom Jobabbau ist die Abteilung Finanzen und Risiken.

Der Genfer Chef des Departements für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Mauro Poggia zeigte sich über das Ausmass der Entlassungen erstaunt. «Sie entsprechen zehn Prozent des Mitarbeiterbestands», sagte Poggia. Angekündigt gewesen waren fünf Prozent.

Beratungen mit Verantwortlichen

Er will mit den Verantwortlichen von Thomson Reuters treffen um über das weitere Vorgehen zu sprechen: «Wir müssen nun schauen, ob wir das Ausmass der Entlassungen einschränken können.» Er bestätigte Angaben der Tageszeitung «Le Temps».

Thomson Reuters, ein führender Anbieter von Finanzinformationen und Nachrichten, hatte 1997 in der Genfer Gemeinde Collogne-Bellerive einen Standort eröffnet. Dort befindet sich ein Regionalzentrum der Gruppe. Wegen rückläufigen Gewinnen hat der Konzern, der weltweit etwa 60'000 Mitarbeiter beschäftigt, im Oktober Kostensenkungen und die Streichung Tausender Stellen angekündigt.