Tourismus: Silberstreifen am Horizont

Frankenstärke und Schneemangel haben in der Wintersaison der Tourismusbranche stark zugesetzt. Für die Sommersaison rechnen Konjunkturforscher mit einem besseren Geschäft.

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Branche hat Preise nicht steigern können

2:45 min, aus Tagesschau vom 31.5.2016

Die Zahl der Logiernächte soll in den Sommermonaten um 1,4 Prozent steigen. Diese Prognose der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) wird die Hotellerie freuen.

In den Wintermonaten sank die Zahl der Logiernächte nämlich um 1,6 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. Als Hauptursachen dafür machen die Experten die ungünstigen Schneebedingungen, globale Unruhen sowie die anhaltende Frankenstärke aus.

Nach der schwierigen Wintersaison hellen sich die Aussichten für den Schweizer Tourismus während der Sommermonate allerdings wieder auf. Die inländischen Übernachtungszahlen sollen dabei um 1,3 Prozent zulegen. Die Übernachtungszahlen ausländischer Besucher prognostiziert die KOF sogar um 1,5 Prozent höher.

Wachstum bei Städtereisen

Die Aussichten sind dabei für die städtischen Gebiete optimistischer und weisen laut den Fachleuten eine höhere Wachstumsdynamik auf. Dies liegt vor allem an der generellen Beliebtheit von Städtereisen, der Verschiebung der Gästestruktur hin zu ferner gelegenen Märkten, welche den Besuch von Städten statt den Alpenraum präferieren, und infolge der stabilen Nachfrage nach Geschäftsreisen in urbane Zentren.

Ein weiteres Standbein für den Schweizer Tourismus bildet die Nachfrage der Inländer. Praktisch alle Tagesreisen und rund 40 Prozent der Übernachtungsreisen der Schweizer Wohnbevölkerung finden laut einem Communiqué der KOF im Inland statt und bilden damit einen wichtigen Pfeiler für den hiesigen Tourismus.