Trotz Euro-Krise Rückgang der Arbeitslosigkeit

Der Wirtschaftsmotor Deutschland brummt: Der Arbeitsmarkt hat 2012 sein bestes Jahr seit 1991 erlebt. Auch Spanien meldet einen Rückgang der Arbeitslosenquote. Dennoch rechnen Wirtschaftsexperten mit einem deutlichen Abschwung in der Euro-Zone.

Die Schuldenkrise hat (noch) nicht voll auf den deutschen Arbeitsmarkt durchgeschlagen: Im Jahresdurchschnitt verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit (BA) 2,8

97 Millionen Arbeitslose, rund 79'000 weniger als im Jahr 2011. Noch weniger Arbeitslose hatte es zuletzt 1991 im Wiedervereinigungsboom mit damals rund 2,6 Millionen gegeben.

Die Krise ist aber noch längst nicht überwunden. Im Dezember registrierte die BA einen Zunahme von 88'000 Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat.

Arbeiter schleift Stahlträger. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nach teils positiven Arbeitslosenzahlen rechnen die Experten mit einer Verschärfung der Job-Krise in der Eurozone. Keystone

Für 2013 rechnet das Amt mit einem stagnierenden Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen werde im Jahresschnitt auf dem Niveau des vergangenen Jahres von knapp 2,9 Millionen verharren.

Schlechte Perspektiven

Hoffnungsschimmer auch in Spanien: Erstmals seit Juli ist die Arbeitslosenquote gesunken. Die Zahl der Stellensuchenden liegt aber immer noch auf einem Rekordhoch von 5,8 Millionen Menschen. Damit verzeichnet Spanien die höchste Arbeitslosenquote in ganz Europa.

Ungeachtet der einzelnen Lichtblicke zeichnen die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young ein düsteres Bild für die Zukunft. Laut einer Studie werde in der zweiten Jahreshälfte die Zahl der Arbeitslosen mit knapp 20 Millionen einen Rekordwert erreichen.