UBS verschärft Kontrollen für viele Mitarbeiter

Libor-Manipulationen, der Fall Adoboli: Die UBS war zuletzt in eine Reihe von Skandalen verwickelt, die die Bank viel Geld kosteten. Nun will die UBS schon bei der Einstellung auf Nummer sicher gehen. Gut 15 Prozent der Mitarbeiter müssen künftig einen Strafregisterauszug vorlegen.

Nach mehreren folgenreichen Fehltritten schaut die Schweizer Grossbank UBS ihren Angestellten nun genauer auf die Finger.

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Bildlegende: Die UBS schaut ihren Angestellten künftig genauer auf die Finger. Reuters

Der Kreis der Mitarbeiter, die einen Auszug aus Straf- und Betreibungsregister vorlegen müssen, werde ausgeweitet, sagte ein Sprecher. Betroffen sind insgesamt 9000 Mitarbeiter oder etwa 15 Prozent der Belegschaft.

Neben der oberen Führungsebene, die solche Auszüge schon bisher abgeben musste, sind künftig auch Spezialisten mit Zugang zu sensiblen Bereichen betroffen.

Die UBS war zuletzt in eine Reihe von Skandalen verwickelt. Für Manipulationen des Referenzzinses Libor zahlte die Bank 1,5 Milliarden Dollar Strafe. 2011 verursachte ein Händler in London mit unerlaubten Spekulationen einen Schaden von mehr als zwei Milliarden Dollar. In den USA läuft ausserdem eine Untersuchung, in der es um ausserbörsliche Handelsplattformen geht.