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Wirtschaft US-Bankenstreit: die 10 grössten «Sünder»

Die US-Behörden gehen weiter rigoros gegen Finanzinstitute vor. Die Rekordbusse gegen die Bank of America bildet den vorläufigen Höhepunkt der Bussen-Serie. Allein 2014 sind bald 50 Milliarden Dollar fällig.

Eine Niederlassung der BNP Paribas in Paris
Legende: Kein europäisches Finanzinstitut wurde vergleichbar drastisch gebüsst wie die französische Grossbank. Reuters

Die US-Justiz zieht die Schlinge um fehlbare Grossbanken zu - und geht dabei immer härter vor. Gemäss einem Bericht der «Financial Times» übersteigen die ausgesprochenen Strafzahlungen mit knappen 50 Milliarden schon jetzt das Gesamttotal des Vorjahres. Dabei wurden schon 2013 neue Sphären erreicht (43 Milliarden).

Die 10 grössten «Sünder» der US-Bankengeschichte in der Übersicht:

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  1. 25 Milliarden Dollar (Kollektivstrafe): Wells Fargo, JPMorgan Chase, Citigroup, Bank of America, Ally Financial, Februar 2012.
  2. 17 Mrd. $ : Bank of America, August 2014.
  3. 13 Mrd. $: JPMorgan Chase, November 2013.
  4. 11,6 Mrd. $: Bank of America, Januar 2013.
  5. 9,5 Mrd. $: Bank of America, März 2014.
  6. 8,9 Mrd. $: BNP Paribas, Juli 2014.
  7. 8,5 Mrd. $: Bank of America, Juni 2011.
  8. 7 Mrd. $: Citigroup, Juli 2014.
  9. 2,6 Mrd. $: Credit Suisse, Mai 2014. Grösste Busse in der CH-Bankengeschichte.
  10. 1,9 Mrd. $: HSBC, Dezember 2012.

Weiter Bussen an Schweizer Banken (Auswahl):

  • 1,5 Mrd. $: UBS, Dezember 2012; 885 Mio. $: Credit Suisse, März 2014; 196 Mio. $: Credit Suisse Februar 2014.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub, Thun
    Das ist für die "glorreiche" USA ganz einfach eine super Möglichkeit, die Löcher in der Staatskasse zu stopfen. Warum also sollten sie nicht fortlaufend nach weiteren Opfern suchen. Wer könnte nicht auch solche sprudelnden Quellen gebrauchen!
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    1. Antwort von Thomas Treichler, USA
      Das sind keine “Opfer” sondern Institute die gegen das Gestz verstossen haben. Diese Art von Justiz ist absolut richtig und entspricht dem Prinzip der Gesetzessicherheit. Die Banken warden dort wo es weh tut in die Zange genommen, beim Geld. Die Grőssten Bussen werden von vier Amerikanischen Banken bezahlt. Individuen werden auch zur Rechenschaft mit strafrechtlicher Verfolgung gezogen. Was ist in der Schweiz los, seit wann gelten dort Verbrecher als “Opfer”?
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Mit diesen Bussen werden die fehlbaren Bänkster geschützt und die Bussen werden sozialisiert (der kleine Bürger bezahlt über tiefere Zinsen und höhere Kreditmargen). Das ist rechtsstaatlich ein miserables Vorgehen und zeugt von einer morallosen Kommerzjustiz. Solange diese Kommerzjustitz weltweit, auch in der Schweiz, verfolgt wird, werden sich die Banker nicht ändern - warum sollten sie!?
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    1. Antwort von Thomas Treichler, USA
      Die Banker ändern sich hier pronto. In unserem Amerikanischen System müssen die Institute finanziell gebüsst werden, weil die Ertragslinie die Boni und der Verwaltungsrat das Management bestimmt. Die Bankkunden zahlen die Bussen keineswegs. Die Konditionen sind marktgemäss bestimmt und nicht wie in der Schweiz vom Management wo zwei Banken ihr Monopol ausspielen.
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    2. Antwort von Jens Brügger, Schaffhausen
      Es heisst Bankster, nicht Banker. Diese Typen werden eines Tages noch für ihre Verbrechen büssen..ich freu mich drauf.
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