Zum Inhalt springen

Header

Fracking-Leitungen
Legende: Fracking im US-Bundesstaat Colorado. Keystone/Archiv
Inhalt

Wirtschaft US-Ölindustrie wittert Morgenluft

Der Ölpreis steigt seit einigen Wochen wieder an und ist kürzlich mit 53 Dollar pro Fass auf den höchsten Stand in diesem Jahr angelangt. Das ist eine höchst willkommene Entwicklung für die US-Ölindustrie.

Die tiefen Erdölpreise haben der US-Erdölindustrie besonders zugesetzt. Die USA fördern ihr Öl vor allem mit der verhältnismässig teuren Fracking-Technologie. Damit wird Öl aus Schiefergestein entnommen.

Nun kommt mit den steigenden Preisen wieder Hoffnung auf. Michael Webber, Professor am Energieinstitut der University of Texas erklärt: «Es wird wieder mehr gebohrt und mehr gefördert. Es herrscht wieder Optimismus.»

Grosse Verluste durch tiefe Preise

Die sinkenden Preise haben hunderte von Ölförderfirmen in den Konkurs getrieben und tausende von Arbeitern auf den Ölfeldern um ihre Stelle gebracht. Firmen wie Continental Ressources, Exxon Mobil erlitten grosse Verluste. Aber die Krise war nicht so gross, wie die düsteren Prognosen es erwarten liessen. Die Produktion fiel insgesamt um gut acht Prozent.

Firmen wie Schlumberger und Halliburton verkünden nun, die Talsohle sei durchschritten. Die Hoffnungen werden genährt durch die Ankündigung der Organisation der erdölfördernden Länder Opec, sie wolle die Förderung drosseln, um den Ölpreis zu stabilisieren.

Diese Prognose sei aber mit Vorsicht zu geniessen, warnt Professor Webber. «Viele in der Industrie sind jetzt hoffnungsvoll und rechnen mit höheren Preisen. Aber die Opec hält sich oft nicht an die eigenen Versprechungen.» Sie könne ihre Mitglieder nicht verpflichten, den Ölhahn zuzudrehen. Somit bleibt für die US-Erdölindustrie nichts als abzuwarten und zu hoffen.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Die Fracking-Technologie sollte verboten werden, sie zerrstört die Natur und die Oelfirmen hinterlassen meistens die Plätze in sehr bedenklichen Zustand.
  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    In den nächsten Jahren/Jahrzehnten wird auch ein Run auf die Arktis einsetzen. der vor allem in dieser Region dramatische Klimawandel macht die Ausbeutung von arktischen Rohstoffen ökonomisch attraktiv. Für Mensch und vor allem Umwelt sind das keine guten Aussichten. Bei dieser Ausbeutung werden alle mächtigen Staaten und Anrainer mitmachen.
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Da könnten noch ganz andere Probleme entstehen, wenn sich die Anrainerstaaten nicht friedlich einig werden über die territorialen Ansprüche.