Valora schluckt Westschweizer Konkurrenten

Kioskbetreiber Valora baut sein Geschäft in der Westschweiz aus. Der Handelskonzern übernimmt den Kioskbetreiber Naville für 90 Millionen Franken.

Aufnahme eines Valora-Kiosks. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Valora kann mit dem Kauf des Kioskbetreibers Naville sein Geschäft in der Westschweiz ausbauen. Keystone

90 Millionen Franken: So viel ist Kioskbetreiberin Valora die Übernahme des Westschweizer Konkurrenten wert. Mit dem Zukauf will Valora ihr Kiosk- und Convenience-Geschäft auf die gesamte Schweiz ausdehnen.

Weiter erwartet Valora Synergieeffekte im Bereich Einkauf, Promotionen und Belieferung sowie durch die Zusammenlegung einzelner zentraler Funktionen. Zudem würde das Management-Team von Naville die Expertise von Valora «erheblich stärken».

Vertrag am Sonntag unterzeichnet

Gemäss der Mitteilung betreibt Naville mehr als 175 Verkaufsstellen sowie eine Logistikplattform. Der erwartete Umsatz des Unternehmens mit Sitz in Genf betrage für das laufende Jahr rund 340 Millionen Franken.

Der Vertrag mit den Verkäufern Lagerdère Services und Tamedia Publications romandes sei am Sonntag unterzeichnet worden. Der Vertragsvollzug stehe unter dem Vorbehalt der Schweizer Kartellbehörde, hiess es weiter.

Valora erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Umsatz von 3,4 Milliarden Franken und ein Betriebsergebnis von 77 Millionen Franken. Aufgrund der Auswirkungen des laufenden Konzernumbaus hatte die Kioskbetreiberin im August die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr auf rund 30 Millionen Franken gesenkt.