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WEF 2013 Merkel gab Maurer einen Korb

Bundespräsident Ueli Maurer zieht ein positives Fazit seines WEF-Besuchs. So traf er verschiedene Regierungschefs, etwa Mario Monti. Einzig Angela Merkel hatte keine Zeit für ihn.

Ueli Maurer am WEF
Legende: Ueli Maurer lobte die Organisatoren des WEF. Keystone

Ueli Maurer betont, er habe intensiv versucht, einen Termin mit Merkel zu finden. Auch der Kanzlerin soll es ein Anliegen gewesen sein. Aufgrund des gedrängten Programms sei ein Treffen aber nicht möglich gewesen.

Keine Verhandlungen vor den deutschen Wahlen

Er glaube nicht, dass Merkel seine Kritik an der Machtpoltik grosser Länder sauer aufgestossen sei. Er habe aber «einigen kleinen Staaten aus dem Herzen gesprochen», ist der Bundespräsident überzeugt.

Das Verhältnis mit Deutschland sei wieder besser. Das hätten Treffen mehrerer Regierungsmitglieder der beiden Länder gezeigt. So traf die Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf den deutschen Vizekanzler und Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

Vor den deutschen Wahlen im Herbst werde es nicht zu neuen Verhandlungen über die Abgeltungssteuer kommen, schätzt Maurer.

Man trifft Leute, die man sonst nur am Fernsehen sieht

Treffen konnte Maurer den italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti. Dieser habe ihm versprochen, sich nach einer allfälligen Wahl im Februar für eine Lösung des Steuerstreits einzusetzen.Bei Apéros treffe man zudem Leute, «die man sonst nur am Fernsehen sieht», sagte Maurer.

Die Umgebung sei in Davos frei von Förmlichkeiten, so Maurer im Interview mit Radio SRF. So könne man persönliche Bekanntschaften knüpfen. Diese seien für weitergehende Verhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt sehr wichtig.

Legende: Video Ueli Maurer im Open-Air-Studio abspielen. Laufzeit 12:16 Minuten.
Aus News-Clip vom 25.01.2013.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von T. Brack, Luzern
    Da die Deutschen gegen kleinere Nationen nur noch Machtpolitk betreiben, ist doch klar, dass die Angela Merkel ein Treffen mit unserem Bundespräsidenten fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser..:-)
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  • Kommentar von Hanspeter Liebermann, Zürich
    Die Schweiz ist für DEU resp. die EU absolut unwichtig. Ja, nicht einmal ein Freund. Die CH ist ein Ferienland, das für sich einiges fordert, überall mitreden möchte, Schwarzgelder/Steuerbetrüger schützt und resultierend nur viel, viel Arbeit macht. Für einen Freund hätte man immer kurz Zeit. Und, wenn es nur 10 Min. gewesen wären.
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  • Kommentar von Marlene zelger, 6370 Stans
    Von den Nachbarn kann man leider nicht immer Gutes erwarten, anscheinend auch nicht von der Nachbarin Merkel. Von ihr hätte man aber trotz Zeitnot ein Treffen mit ihrem Gastgeber erwarten dürfen. Für ständig auf der Schweiz herumzuhacken, findet DE ja auch Zeit. . Fakt ist: Die Schweiz ist nicht mehr wir früher von wohlwollenden Freunden umgben, im Gegenteil....!.
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    1. Antwort von Knecht Rupprecht, Hinterkaifeck
      @Marlene: Jetzt tun Sie aber der Merkel unrecht. Die hackt doch nicht auf der Schweiz rum. Von der hätten Sie alles haben können wie Steuerabkommen etc. Oder ist Ihnen die Geschichte entgangen. Sie müssen sich allerdings mit den deutschen Verfassungsorganen, die hier entscheiden, wohl oder übel abfinden. Wir können uns unsere Nachbarn ja auch nicht aussuchen. Die Schweiz wäre dann bestimmt nicht unter diesen.
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    2. Antwort von h. anni, zürich
      @Knecht Schmutzli: Ja, wir wünschten uns auch einen anderen nördlichen Nachbarn als ausgerechnet den grossen Kanton, da gebe ich ihnen ausnahmsweise recht.
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    3. Antwort von A. Planta, Chur
      @h. anni, zürich: Die Merkel ist die erfolgreichste und wahrscheinlich auch die wichtigste Regierungschefin in der EU. Ebenfalls ist die Schweiz mit der BRD wirtschaftlich stark verbunden. Da ist es ein Armutszeugnis, wenn der Schweizerische Bundespräsident und somit der Gastgeber kein Interwiew mit der Merkel zustandebringt.
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