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WEF 2014 «Europa ist nicht zurück»

Die Zeichen für den Aufbruch auf dem Kontinent mehren sich. UBS-Präsident Axel Weber aber meldet Bedenken an.

Legende: Video «Is Europe Back» mit anschliessender Diskussion abspielen. Laufzeit 26:50 Minuten.
Aus News-Clip vom 22.01.2014.

Für UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber hat Europa die Krise noch nicht überwunden. Das Wachstum sei zu schwach und die Erholung zu kraftlos, um die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen zu meistern. «Ich bin immer noch besorgt», sagt Weber während eines Podiums am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.

Nach Jahren einer schrumpfenden Wirtschaft werde in der Eurozone von einem Wachstum von 1 Prozent gesprochen. Doch es komme von starken Ländern wie Deutschland, so der Präsident der grössten Schweizer Bank und ehemalige Chef der Deutschen Bundesbank. «Kein Grund, begeistert zu sein.»

Gefahr der Selbstgefälligkeit

Ein Anzeichen der problematischen Lage Europas sei die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern, vor allem bei Jugendlichen. Europa laufe Gefahr, zu selbstgefällig in die Zukunft zu schauen. Es sei an den Politikern, die Staatsfinanzen zu sanieren und Strukturreformen durchzuführen.

Auch die Banken seien nicht überall stabil genug – neue Stresstests würden das zeigen. Kurz: «Die Dinge sehen besser aus, als sie sind», sagte Weber. «Europa ist nicht zurück.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Völlig gleicher Meinung Herr Weber, «Die Dinge sehen besser aus, als sie sind», das sehe ich genau so wie Sie. Die Gefahr der Selbstgefälligkeit ist eine typisch menschliche Gefahr. Es ist einfacher "Fachpersonal" von weit her zu holen, als sich dafür einzusetzen, dass die hiesigen Leute nachgezogen werden können. Da gilt es eigentlich auch innerhalb der EU "Not-Pflöcke mit der Personenfreizügigkeit" zu setzen, sonst geht's tatsächlich auch da schief. Alles kann man nicht mit PR vertuschen!
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