Weinernte 2015: Wenig – dafür aber spitze

Der Schweizer Wein 2015 verspricht ein Spitzenjahrgang zu werden. Der trockene Sommer bescherte den Winzern eine hervorragende Traubenqualität mit einem überdurchschnittlichen Zuckergehalt. Einzig bei der Quantität müssen Einbussen in Kauf genommen werden.

Weinernte im Wallis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vom Spitzenjahrgang 2015 gibt es rund 2,8 Millionen Flaschen. Keystone

Der vergangene Supersommer lässt die Herzen der Winzer und Weinliebhaber höher schlagen. Der Jahrgang 2015 verspricht Spitzenqualität. Abgezeichnet hatte sich dies schon früh.

Nach einem zu milden Winter, aber kalten Februar, hätten die Reben im Frühling 2015 etwas später ausgetrieben als im langjährigen Durchschnitt, teilte das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mit. Ein sehr milder Frühling und ein ausgesprochen sonniger April beschleunigte dann allerdings die Vegetationsentwicklung.

Die Blüte erfolgte vielerorts deutlich früher als üblich. Ein extrem heisser Sommer und verbreitet wenig Niederschläge sorgten anschliessend für einen hohen Zuckergehalt bei der Ernte.

Geringere Ernte

Bei der Quantität hingegen kann der Schweizer Wein des Jahres 2015 nicht mit früheren Jahrgängen mithalten. Der ausbleibende Niederschlag reduzierte das Erntevolumen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 9 Prozent.

Die Weinernte 2015 ist gemäss dem Bundesamt für Landwirtschaft mit 850'451 Hektolitern eine der kleinsten der vergangenen Jahre. Die Rebfläche blieb mit knapp 15'000 Hektaren konstant.