Weniger Angestellte trotz mehr Gewinn bei Georg Fischer

Das Schaffhauser Unternehmen konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr leicht steigern. Zugleich baute der Industriekonzern rund 700 Arbeitsplätze ab.

Ein Haus mit Georg-Fischer-Logo, davor Fahnen mit demselben Logo. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Den Angestellten des Schaffhauser Industriekonzerns Georg Fischer weht ein rauer Wind entgegen. Reuters

Der Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer hat im ersten Halbjahr 2013 einen Gewinn von 83 Millionen Franken erzielt. Dies sind 2,5 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Umsatz sank jedoch um 1,6 Prozent auf 1,84 Milliarden Franken. Weniger verkauft, aber mehr verdient - der Grund dafür ist unter anderem, dass GF in Europa 700 Arbeitsplätze abgebaut hat.

Schwächelnde Automobilbranche

Den Abbau habe auch das grosse Georg Fischer-Werk in Singen (D) bei Schaffhausen zu spüren bekommen, sagt GF-Sprecher Beat Römer im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Wir haben in Singen zum Teil Temporärverträge nicht mehr verlängert, Abgänge nicht ersetzt. Man versucht, mit der Produktion dorthin zu gehen, wo der Markt wächst.»

Das Wachstum in der Automobilbranche findet zurzeit in Asien statt. Dort hat man die Zahl der Angestellten auch ausgebaut. Trotzdem ging die weltweite Zahl der Mitarbeitenden von Georg Fischer von 13'800 auf 13'400 zurück.

Neues Warenlager in Schaffhausen

Die Arbeitsplätze in Schaffhausen selbst sind stabil geblieben. Der Standort profitiert vom gut laufenden Markt der Rohrleitungssysteme. Es werde zurzeit sogar ein neues Warenausgangslager gebaut und neue Maschinen gekauft, sagt Römer. Für Schaffhausen rechnet Georg Fischer auch im zweiten Halbjahr 2013 mit stabilen Verhältnissen.