Weniger Arbeitslose in Spanien

Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist auf den niedrigsten Stand seit 2009 gefallen. Die Quote sank im dritten Quartal auf 18,9 Prozent – und die Wirtschaft soll weiter anziehen.

Zu sehen sind Menschen vor einem Arbeitsamt in Spanien. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nach der Finanzkrise schnellte sie Arbeitslosigkeit in Spanien auf über 25 Prozent – nun steht sie bei 18,9. Keystone

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Rajoy vor neuer Amtszeit

Die monatelange Regierungskrise in Spanien könnte ein Ende haben. Der geschäftsführende Ministerpräsident Mariano Rajoy stellt sich am Donnerstag im Parlament einer Vertrauensabstimmung. Nach einer Pattsituation erscheint die Wiederwahl Rajoys möglich, da die Sozialisten kürzlich angekündigt haben, Rajoy durch Stimmenthaltung de facto zu dulden.

Nun scheint sich auch Spanien langsam vom brutalen Einbruch nach der Finanzkrise zu erholen. Noch in diesem Frühjahr hatte die Arbeitslosigkeit bei über 20 Prozent gelegen.

Das Land kommt beim Abbau der Arbeitslosigkeit inzwischen schneller voran als von Experten erwartet. Die Quote ist aber weiterhin die zweithöchste in der Europäischen Union. Die rote Laterne hält Griechenland.

Die Wirtschaft zwischen Bilbao und Granada wächst nach einer Rezession mittlerweile wieder kräftig. Beflügelt wird der Aufschwung durch das boomende Geschäft mit Touristen.

Die Daten zum Bruttoinlandprodukt im dritten Quartal werden am Freitag erwartet. Experten rechnen mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent. Damit dürfte das Wachstum nur einen Tick niedriger ausfallen als im Frühjahr, als 0,8 Prozent erreicht wurden.