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Elon Musk vor einem Tesla.
Legende: Tesla-Gründer Elon Musk geniesst an der Wall Street einen ausgezeichneten Ruf. Imago
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Tesla überholt Ford Weshalb Investoren und Anleger an Elon Musk glauben

Teslas Börsenwert schiesst seit Wochen in die Höhe. Nun hat das Unternehmen von Elon Musk erstmals den Autobauer Ford überholt. Die Frage drängt sich auf: Was ist das Geheimnis von Teslas Börsenboom?

Worum geht es? Die Aktien des Elektroautobauers Tesla sind seit Beginn des Jahres um über 40 Prozent angestiegen. Der Börsenwert des Unternehmens von Milliardär Elon Musk belief sich zuletzt sogar auf 49 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Der US-Autobauer Ford kommt auf einen Börsenwert von 46 Milliarden Dollar.

Video
Aus dem Archiv: Millionenverlust bei Tesla
Aus Tagesschau vom 04.08.2016.
abspielen. Laufzeit 45 Sekunden.

Wie lässt sich Teslas Börsenhype erklären? Ford machte das Automobil vor über 100 Jahren durch die Fliessbandfertigung für die breite Bevölkerungsschicht erschwinglich. Jetzt trauen die Investoren Musk zu, mit Tesla einen vergleichbaren Geniestreich zu vollbringen – die Elektromobilität im Massenmarkt zu etablieren.

Der chinesische Internetkonzern Tencent scheint an den grossen Wurf zu glauben: Tencent nutzte kürzlich eine Kapitalerhöhung zum Einstieg bei Tesla. Die Chinesen legten knapp 1,8 Milliarden Dollar für einen Anteil von fünf Prozent auf den Tisch und stiegen somit zu einem der grössten Aktionäre auf.

Trauen alle Investoren dem Tesla-Firmengründer den grossen Wurf zu? Nein. Beispielsweise raten Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs ihren Kunden schon länger, die Tesla-Aktien zu verkaufen. So habe sich bei vielen Anlegern eine Art «Träume den Traum»-Mentalität entwickelt. Die Herausforderungen, vor denen die Firma stehe, würden ausgeblendet.

Das Elektroauto von Tesla.
Legende: Die Konsumenten scheinen von Elektroautos von Tesla überzeugt zu sein – Hunderttausende Vorbestellungen gingen ein. Keystone

Welche Innovation hat Tesla überhaupt anzubieten? Der Elektroautohersteller bereitet den Verkaufsstart seines ersten «Stromers» für den Massenmarkt vor. Der erste Mittelklassewagen «Modell 3» soll demnach 35'000 Dollar kosten. Die Serienfertigung soll kommenden September anlaufen. Darüber hinaus will Musk bis 2018 die jährliche Tesla-Produktion auf 500'000 Autos steigern. Für 2020 peilt der 45-Jährige die Millionenmarke an. Im vergangenen Jahr fertigte das Unternehmen aber nur 84'000 Fahrzeuge.

Wie stehen die Kunden den Tesla-Autos gegenüber? Die Kunden reissen sich offenbar um das «Model 3» – es gibt Hunderttausende Vorbestellungen. Dennoch schreibt das Unternehmen seit Jahren rote Zahlen. So häufte Tesla in den letzten fünf Jahren einen Verlust in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar an. Ford verdiente im selben Zeitraum 26 Milliarden US-Dollar. Zudem verkaufte Tesla im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres weltweit gegen 25'000 Neuwagen. Ford setzt allein auf dem US-Markt 617'000 Fahrzeuge ab.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Es riecht hier eher nach einer aktuellen Überbewertung.
  • Kommentar von Walter Starnberger  (Walter Starnberger)
    Gigantische Börsenwerte haben auch Firmen wie Amazon, Apple, Google und Co. - Und dann wundern sich die Leute, wenn die Besitzer dieser Firmen soviel Vermögen haben wie die Hälfte der Weltbevölkerung zusammen.
  • Kommentar von Esther Siefert  (E.S. (parteilos))
    Grundsätzlich alles wunderbar ABER - wo kommt der Strom her (ja, klar: aus der Steckdose), wo + wie wird er produziert, wenn dann (vielleicht) mal Millionen solcher Fahrzeuge in Verkehr sind ? Wie wird die Umweltbelastung sein, die durch die stark vermehrte Stromproduktion entsteht ? Wo kann man tanken und wie lange dauert es, bis ein "Tank" voll ist ? Zusätzlich zum heutigen Stromverbrauch, wird noch viel mehr produziert werden müssen. Das Treibstoffproblem wird doch lediglich nur "verlagert".