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Wirtschaft Wetter verdirbt Syngenta das Geschäft

Die Wetterkapriolen haben dem Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta im ersten Halbjahr weniger Gewinn beschert. Zwar stieg der Umsatz, doch beim Reingewinn musste das Unternehmen einen Taucher von fünf Prozent hinnehmen. Syngenta rechnet für das zweite Halbjahr mit besseren Zahlen.

Schild mit dem Syngenta-Logo an einer Pflanze.
Legende: Der Agrarchemiekonzern Syngenta präsentiert die Halbjahreszahlen. Keystone

Der Basler Agrarchemiekonzern Syngenta hat im ersten Halbjahr 2013 zwar mehr Umsatz erzielt, aber dennoch weniger Gewinn gemacht. Der Umsatz kam auf 8,39 Mrd. Dollar zu liegen und war damit 2 Prozent höher als im Vorjahr.

Beim Reingewinn musste Syngenta eine Einbusse von 5 Prozent auf 1,41 Mrd. Dollar hinnehmen. Auch das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank entsprechend, wie der Konzern mitteilte. Der verspätete Beginn der Anbausaison in der nördlichen Hemisphäre und die ungünstige Witterung hätten sich negativ auf das Halbjahresresultat ausgewirkt.

Am besten lief das Saatgut-Geschäft in Lateinamerika, wo Syngenta den Umsatz um 13 Prozent auf 1,17 Mrd. Dollar steigern konnte. In der Region Asien und Pazifik kletterten die Verkaufserlöse um 6 Prozent auf 1,06 Mrd. Dollar, und selbst in der Region Europa, Afrika und Mittlerer Osten resultierte ein Plus von 5 Prozent auf 3,17 Mrd. Dollar.

Gute Aussichten für 2015

Rückläufig waren die Umsätze dagegen in Nordamerika, wo die Erlöse um 5 Prozent auf 2,63 Mrd. Dollar zurückgingen. Dies sei auf den Wegfall einmaliger Lizenzeinnahmen in Höhe von 256 Mio. Dollar zurückzuführen, die im ersten Halbjahr 2012 noch mit dem Pestizid Maiswurzelbohrer-Trait 604 erzielt wurden, erklärte Syngenta.

Syngenta rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einem stärkeren Wachstum und sieht sich auf Kurs zu seinen langfristigen Umsatzzielen. Für 2015 stellte der Konzern eine operative Gewinnmarge von 22 bis 24 Prozent in Aussicht.

4 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Wir wollen kein Gift, dass Bienen sterben foerdern, und Pflanzen manipulieren. Das ganze kommt schlussendlich wieder in den Kreislauf, und somit auch in unsere Nahrung, resp. ins Grundwasser, und irgendwann sind wir zeugungsunfaehig, oder leideden an einem Gendefekt. NEIN DANKE! Wenn die Forschung der Syngenta nicht ensprechend Forscht, und die Menschheit und Tiere Schuetz, dann sollte diese Firma nicht laenger operativ bleiben.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      "irgendwann sind wir zeugungsunfaehig" das wäre dann das einzig Positive, was man der traurigen Sache abgewinnen könnte.
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  • Kommentar von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
    Auch hinter diesem Konzern stehen ja Menschen.. Menschen die ihr Geld mit dem Vergiften unserer Umwelt und unserer Nahrung verdienen und die enttäuscht sind, wenn der Schädlingsbefall in den Kulturen nicht so stark ist. Was geht in denen vor? Wie skupellos musss man sein, um da mitzumischen? Dass es auch anders geht, beweisen tausende, z.T. hoch professionelle Bio-Bauern auf der ganzen Welt. Warum geht man hier gegen ein paar Türmchen auf die Barrikaden, aber nicht für giftfreie Lebensmittel?
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Monsanto, Syngenta... seht euch das Video an "Monsanto - Mit Gift und Genen", endlich ausgestrahlt an div. deutschen Sendern und hoffentlich auch bald am SRF, dann wisst ihr Bescheid. Mehr gibt es zu diesen macht- und lebenszerstörungswütigen Unternehmen nicht zu sagen.
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