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Wirtschaft Wirtschaft im EU-Raum wächst langsamer als erwartet

Die EU-Kommission blickt deutlich skeptischer auf die Konjunktur in der Eurozone. Erst 2016 erwartet sie eine Besserung.

Legende: Video EU will kräftig investieren abspielen. Laufzeit 0:40 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.11.2014.

Die Brüsseler Behörde senkt ihre Wachstumsprognose für dieses und das nächste Jahr kräftig. Die Wirtschaft in den 18 Euro-Ländern dürfte 2014 nur um 0,8 Prozent zulegen. Bisher war ein Wachstum von 1,2 Prozent prognostiziert worden.

Für 2015 lautet die neue Prognose: 1,1 Prozent gegenüber bisher 1,7 Prozent. Dafür soll dann aber 2016 die Post abgehen. Denn mit 1,7 Prozent wird ein Wachstum prognostizierte, dass es so seit 2010 nicht mehr gegeben hat.

Verschiedene Gründe führten zur Neubeurteilung

Deutlich pessimistischer als bisher sieht die Kommission die Aussichten für Deutschland, Frankreich und Italien. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Industriestaatengruppe OECD hatten jüngst ihre Schätzungen kräftig heruntergeschraubt.

Die EU-Kommission begründete ihre Skepsis mit «steigenden geopolitischen Risiken» wie den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten. Zudem gebe es weniger Rückenwind von der Weltwirtschaft.

Mehr Investitionen gefordert

Die EU-Kommission ruft Deutschland und andere Eurostaaten zu mehr öffentlichen Investitionen auf, um die Wirtschaft in Gang zu bringen. Dafür gebe es in Deutschland Spielraum, denn die staatliche Verschuldung sei «nicht alarmierend», sagte EU-Vize-Kommissionschef Jyrki Katainen in Brüssel. Es seien jedoch mehr Wachstumsmotoren nötig. Ziel ist ein Investitionspaket von 300 Milliarden Euro noch vor Weihnachten.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Maruhn, Düren
    Griechenland , Zitat : das am schwersten von der Banken-Schuldenkrise betroffene Land steht vor einem "Comeback" . 2014 wird der Wendepunkt für Griechenland sein (+11 Milliarden neue Schulden) ,erwartet die EU-Kommission. Das BIP soll seit sechs Jahren wieder wachsen , um 0,6 Prozent . Im nächsten Jahr dürfte es sogar um knapp drei Prozent und 2016 um 3,7 Prozent bergauf gehen. Die oben genannte Brüsseler Behörde sollte schnellstens den Champagner kühlen ; -]]]]] Gott segne diese EU-Helden
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Theo Waigel, einer der "EURO- Erfinder" hatte darauf gepocht, dass sich keine Schulden anhäufen sollten. Seine Nachfolger haben diese Hürde nicht mehr. Sie werfen mit dem Geld nur so um sich, als ob es kein Morgen gäbe. Nachhaltigkeit ist offenbar nicht wirklich ernst gemeint. Dieser Wirtschaftswachstumswahnsinn kann doch keine Zukunft haben, denn bezahlen muss die nächste oder übernächste Generation.
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  • Kommentar von B. Lüscher, Buchs AG
    Bei über 6000 Milliarden Staatsschulden der drei erwähnten Länder D/I/F kann man ja wirklich nicht von "alarmierend" sprechen. Was braucht es, dass diese EU-Kommissäre wieder auf den Boden kommen? Nicht zu denken, was mit diesem Geld schon alles zum Wohle des Volkes getan wurde. Bleibt nur die Frage, mit welchen Steuern (von Arbeitslosen?) die Schuldzinsen von über 200 Milliarden im Jahr bezahlt werden sollen?
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