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Aus HeuteMorgen vom 28.02.2019.
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Wirtschaftswachstum 2018 Schweizer Wirtschaftsmotor läuft wieder rund

  • Die Schweizer Wirtschaft ist nach einem Einbruch im dritten Quartal 2018 im letzten Jahresviertel wieder gewachsen, wie das Seco mitteilte.
  • Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember gegenüber dem Vorquartal um 0.2 Prozent.
  • Für das Gesamtjahr 2018 resultiert damit laut erster Schätzung ein BIP-Wachstum von 2.5 Prozent nach 1.6 Prozent im Jahr davor.

Vor allem in der Industrieproduktion lief es zum Jahresende wieder deutlich besser. Die Schweizer Pharma-, Uhren – und Nahrungsmittelproduzenten konnten nach Auskunft des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) wieder mehr Waren im Ausland verkaufen als im Sommerquartal. Langsamer voran ging es dagegen im Detailhandel und in der Finanzbranche. Die inländische Nachfrage habe stagniert.

Damit habe die Schweizer Wirtschaft erstmals wieder ein Wachstum vergleichbar mit dem Jahr 2014 erzielt, so das Seco. Damals betrug das Wirtschaftswachstum 2.4 Prozent. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2018 sei das Wachstum deutlich überdurchschnittlich ausgefallen. Im zweiten Halbjahr habe sich die Konjunktur hierzulande wie international dann aber spürbar abgeschwächt.

Keine Trendwende

Auch, wenn unter dem Strich ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent im vierten Quartal steht – von einer richtigen Trendwende will Eric Scheidegger, Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik im Seco, noch nicht sprechen: «Eine Trendwende ist es kurzfristig, denn der Wachstumsrückgang im 3. Quartal war doch überraschend, nun hat sich das wieder korrigiert», sagt er gegenüber SRF.

Allerdings hänge die Schweizer Wirtschaft vor allem an der europäischen Wirtschaft, die sich zuletzt abgekühlt habe. Zudem gebe es mit dem Brexit und dem Handelsstreit zwischen den USA und China noch grosse Unsicherheitsfaktoren, die die Schweizer Wirtschaft belasten könnten. Dass der private Konsum in der Schweiz schwächelt, dämpft die Zuversicht ebenfalls.

Für dieses Jahr erwartet Scheidegger dennoch ein Wachstum von 1,5 Prozent, nach jetzigem Stand. Das wäre deutlich weniger als im letzten Jahr, als die Schweizer Wirtschaft insgesamt um 2,5 Prozent zulegte.

Legende:
BIP Schweiz 2007 bis 2018 Die jeweiligen Veränderungen des BIP zum Vorjahr in Prozent. Staatssekretariat für
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15 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Singer  (P.S.)
    Diejenigen, die sich ein geringeres Wirtschaftswachstum wünschen, sind erfahrungsgemäss die ersten, die jammern, wenn die Reallöhne sinken und die Erwerbslosenquote steigt.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      EnwederOderLogik, Herr Singer: Entweder Mitweltschutz oder monetärer Wohlstand, entweder Steuersenkung für milliardenschwere Konzerne oder Arbeitsplatzverlust, entweder Wirtschaftswachstum oder zurückgeworfen werden in die Pfahlbauerzeit, entweder Abgabe aller persönlichen Freiheitsrechte oder der ‚Russe‘, heute der ‚Araber‘ steht vor der Tür, entweder Agrochemie und sich vergiften lassen oder wir verhungern. Eine recht durchschaubare Verkaufsstrategie einer westlichen kapitalen Logik…
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    2. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      antigonekunz. Westliche kapitale Logik. Welche Logik herrschen dann in Russland, China, Vietnam usw.?
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Eine wichtige Frage Herr Camenisch, die westliche kapitalistische Logik hat alle Kontrollen und Schranken ausgehebelt und ist nun überall vorzufinden. Täglich wird er von den Jügern dieser Weltreligion zum Naturgesetz und zum Gottgegebenen gepriesen. Gerade für Nationen, die zentralistisch von einer Beamten-Oligarchie regiert worden sind, war es völlig unproblematisch von derer Willkür zur Willkür des Marktes zu wechseln, zumal der 'Markt' frei und vielversprechend sich auszunehmen schien.
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    4. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      @Antigone Kunz: Tatsächlich hat der Kapitalismus und das Wirtschaftswachstum ausgezeichnet funktioniert. Weltweit sinkt die Armut, immer weniger Menschen leiden Hunger und die Lebenserwartung steigt überall. Aber es ist eben nicht "Entweder Oder". Man kann dank dem Kapitalismus ein gutes Wirtschaftswachstum haben und trotzdem Reiche und Grosskonzerne stark besteuern, um so der Ungleichheit entgegenzuwirken.
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    5. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Reichtum wird auf zwei Arten 'produziert', Herr Singer, durch menschliche Arbeit und durch Besitz. So hat der Kapitalismus den Feudalimus überwunden. Menschen, Konzerne die sehr viel Besitzen sind nicht wie die Jungfrau zum Kind gekommen, sie haben es von jemanden genommen. Oder andersrum die 99% der Menschen weltweit finanzieren die 1%. Diese Form von monetärem, kapitalem 'Reichtum' kann nur entstehen, wenn von anderen genommen wird. Es ist so einfach, dass es kaum zu glauben ist.
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    6. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      @Antigone Kunz: Das ist genau der Punkt, in dem sich Marx geirrt hat. Reichtum kann nicht nur dadurch entstehen, indem jemandem etwas weggenommen wird. Durch einen Handel können beide Seiten profitieren. Wenn Sie Ihr Erspartes jemandem ausleihen, der es sinnvoll investiert, profitieren beide Seiten. Sie verdienen durch die Investition und andere verdienen durch die Arbeit, niemandem wird etwas weggenommen. Wenn sie das Geld jedoch unter der Matratze lagern, entsteht 0 Mehrwert & alle verlieren.
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    7. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Natürlich ist Ungleichheit etwas schlechtes. Da kann man mit progressiver Besteuerung entgegenwirken. Aber ohne Wachstum gibt es schlicht weniger Kuchen, den man verteilen kann. Und fehlendes Wachstum schadet oft den Armen am meisten, weil es zu mehr Arbeitslosigkeit und dadurch auch tieferen Löhnen führt.
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    8. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Genau da ist noch der dritte im Bunde: Investition/Kredit. Pädagogisch, taktisch vom Ersparten zu reden, so dass fleissige SparerInnen sich angesprochen fühlen? Es geht hier nicht um den Kleinsparer, sondern um Superreiche und Konzerne, die Gewinn machen aus der anderen Arbeit. Würden sie es nicht, müsste ja alles gratis sein? Geschaffener Mehrwert zu Hintertür abeschöpft und zur Vordertür als Kredit mit Zinsen angedreht. Gleicher Mehrwert könnte ganz einfach zur ReInvestition dienen?
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    9. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Lernen wir doch von gelungenen Projekten. Die kapitale, bourgeoise Klasse hat sich nicht um die Verteilung von Reichtum bemüht, sie hat um Produktion und lukrativen Besitz gekämpft. Ihr war klar, dass wer über die Definition was Arbeit sowohl im Abstrakten wie auch im konkreten ist, bestimmt, am Drücker ist. An der Quelle von Reichtumsproduktion. Arbeit und lukrativer Besitz sind die Quellen von monetärem Reichtum. Ob Sklavenhändlern, Industriebarone oder heute Grosskonzerne, denen ist das klar.
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    10. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Kredite und Investitionen führen zu einer höheren Wertschöpfung. Auf der einen Seite gibt es Ideen und Tatendrang, auf der anderen Seite gibt es kleine und grosse Sparer, die ihr Geld erst später ausgeben wollen. Banken entscheiden über Kredite und erfüllen so eine wichtige Dienstleistung in der Volkswirtschaft. Wenn mehr produziert wird, kann mehr verteilt werden. Klar dass die Reichen sich nicht um Verteilung kümmern. Aber in der Demokratie entscheidet die Mehrheit, nicht nur die Reichen.
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  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Damit werden nur noch die Dividenden noch mehr ueberfettet. Die Schaffer und Waechter der Werte aber mit gedoempten Loehnen und immer astronomischeren Lohnabzügen, Mieten, Versicherungsbeitraegen und direkten und indirekten Steuern auf eigene Arbeit statt Kapital und Doempingeinfuhren ruiniert....
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    1. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      alles im Plan. 1:12 wolltet ihr nicht, EcopPop wolltet ihr nicht, Service Public wolltet ihr nicht, Vollgeld wollter ihr nicht, Fairfood wollter ihr nicht, 6 Wochen Ferien wollter ihr nicht, Anti-Abzockerei wollter ihr nicht, Mindestlohn wollter ihr nicht, Abschaffung Pausschalsteuer wollter ihr nicht, Einheits-KK wolltet ihr nicht. Wer sich der Wirtschaft nicht entgegenstellt und dann von ihr erpresst und ausgepresst wird, verdient nichts anderes!
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  • Kommentar von Peter Singer  (P.S.)
    Wirtschaftswachstum braucht es zwingend, damit die Einkommen hoch und die Arbeitslosigkeit tief bleibt. Bald schon kommen die geburtenstarken Jahrgänge ins Pensionsalter und gleichzeitig werden viele Jobs von der Digitalisierung bedroht. Ohne Wachstum würde sich die Situation für die Menschen verschlechtern.
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