Zahl der Arbeitslosen steigt leicht

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar auf 3,5 Prozent gestiegen – von 3,4 Prozent im Monat zuvor. Insgesamt waren knapp 151'000 Personen bei den RAV als arbeitslos gemeldet.

Die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich zum Jahresanfang etwas verschlechtert. Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) stieg die Arbeitslosenquote im Januar auf 3,5 Prozent.

Arbeitslosigkeit leicht erhöht

1:32 min, aus Tagesschau vom 10.2.2015

Im Dezember hatte sie noch bei 3,4 Prozent gelegen. Saisonbereinigt lag die Quote bei 3,1 Prozent, was leicht tiefer wei als die entsprechende Quote in den vergangenen Monaten, so das Seco. Insgesamt waren Ende Januar 150'946 Menschen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet.

Etwas stärker war der Anstieg der Arbeitslosigkeit unter den 15- bis 24-Jährigen. Insgesamt waren 19'511 Jugendliche arbeitslos – 350 mehr als noch im Dezember.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist allerdings ein Rückgang zu verzeichnen. Verglichen mit Januar 2014 sank die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen um fünf Prozent.

Ausschliesslich saisonale Schwankung

«Wir sehen eine ganz normale saisonale Schwankung», sagt Boris Zürcher zu den Januar-Zahlen. Zürcher ist Leiter der Direktion Arbeit im Seco. Noch keinen Effekt sieht er wegen des starken Frankens. Die Schweizerische Nationalbank hatte den Mindestkurs gegenüber dem Euro bekanntlich Mitte Januar aufgehoben.

Bezüglich Kurzarbeit sagt Zürcher, es gebe einen ersten Trend hinsichtlich der Anzahl eingereichter Gesuche von Unternehmen. Diese Anzahl habe gegen Ende Februar zwar zugenommen, doch liege noch nicht ausreichend Zahlenmaterial vor, um dazu eine abschliessende Beurteilung abzugeben. Der Arbeitsmarkt reagiere bekanntlich mit einigen Monaten Verzögerungen auf realwirtschaftliche Entwicklungen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Grenzregionen machen sich Sorgen

    Aus Tagesschau vom 10.2.2015

    Die Aufhebung des Euromindestkurses macht den Ostschweizer Kantonen Thurgau und St.Gallen auch wegen der Nähe zum Euroraum Sorgen. Erste Auswirkungen davon auf dem Arbeitsmarkt sind bereits spürbar.