Zementriese Holcim überrascht mit seinem Gewinn

Holcim hat für 2014 überraschend eine Gewinnsteigerung präsentiert. Für das laufende Jahr ist der Konzern optimistisch. Die Fusion mit dem französischen Konkurrenten Lafarge steht kurz bevor.

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Holcim überrascht mit Gewinnsteigerung

0:55 min, aus Tagesschau am Mittag vom 23.2.2015

Im Gesamtjahr schrumpfte der Umsatz des Herstellers von Zement, Zuschlagstoffen und Transportbeton zwar um 3,1 Prozent auf 19,1 Mrd. Franken. Dazu trugen nachteilige Währungseffekte in Höhe von 5,2 Prozent und Veränderungen der Konzernstruktur bei.

Doch trotz weniger Umsatz konnte Holcim 2014 den Gewinn steigern: Den Reingewinn kletterte um 1,5 Prozent auf 1,6 Mrd. Franken. Dazu trug ein starkes viertes Quartal bei.

Die Aktionäre sollen eine unveränderte Bardividende von 1.30 Franken pro Aktie erhalten. Sie wird steuerfrei aus der Kapitalausschüttungsreserve ausgeschüttet. Die Profitabilität sei erneut erhöht worden, schreibt der Konzern.

Für das laufende Jahr rechnet Holcim mit einem steigenden Zementabsatz in allen Regionen ausser Europa. Auch die Volumen bei Zuschlagstoffen und Transportbeton sollen zulegen, wie das Unternehmen weiter mitteilt.

Gute Zahlen für Holcim

1:40 min, aus SRF 4 News aktuell vom 23.02.2015

Auflage für Fusion erfüllt

Holcim und Lafarge sehen sich bei iher geplanten Fusion auf Kurs: Sie haben Anfang Monat angekündigt, Firmenteile für 6,5 Mrd. Euro an den irischen Zementhersteller CRH zu verkaufen, um Auflagen der Wettbewerbsbehörden zu erfüllen.

Der Vollzug des Zusammenschlusses ist noch für das erste Halbjahr 2015 geplant. Als nächste wichtige Hürden stehen die Generalversammlungen der Unternehmen und die Zustimmung der Aktionäre auf der Agenda. Bei Holcim ist diese für den 13. April terminiert, bei Lafarge für den 7. Mai.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Holcim und Lafarge finden Käufer

    Aus Tagesschau vom 2.2.2015

    Der Schweizer Zementhersteller Holcim und sein französischer Konkurrent Lafarge kommen der Fusion einen Schritt näher. Sie konnten Firmenanteile für 6,5 Milliarden Franken an den irischen Konzern CRH verkaufen. Damit erfüllen sie die Auflagen der Wettbewerbsbehörden.