Über 170 Eingaben zum neuen Fahrplan 2016/17 zählte das Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons Zug. Allein rund 150 betrafen den geplanten Angebotsabbau in Zusammenhang mit dem Entlastungsprogramm des Kantons, erklärt Amtsleiter Hans-Kaspar Weber.
Zu Einwendungen geführt hätten vor allem die Betriebseinstellung der S-Bahnlinie 24 in den Abendstunden zwischen Horgen Oberdorf und Zug sowie der Angebotsabbau bei den Buslinien 3 und 4.
In 13 Eingaben wurden verschiedene Anschlussverbindungen bemängelt. Aufgrund der Rückmeldungen würden diese überprüft und nach Möglichkeit optimiert. Anregungen von Kunden in diesem Bereich seien sehr wertvoll für die Feinabstimmung der Fahrpläne, sagte Weber weiter.
Keine Rückmeldung zu Sperrung in Walchwil
Die Vernehmlassung zum Fahrplan 2016 und 2017 wurde vom Bundesamt für Verkehr (BAV) im Internet durchgeführt und dauerte bis zum 14. Juni. Gleichzeitig war ein Bericht zu den geplanten Anpassungen aufgrund der Sperrung der Bahnlinie zwischen Oberwil und Arth-Goldau aufgeschaltet. Dazu gab es laut dem Amt für öffentlichen Verkehr keine Rückmeldungen.
«Wir wissen nicht, weshalb es da keine Rückmeldungen gegeben hat», erklärt Hans-Kaspar Weber. Er geht jedoch davon aus, dass diese 18-monatige Streckensperrung derart einschneidend ist, dass die Rückmeldungen zu einem späteren Zeitpunkt noch eintreffen werden.
Die Fahrpläne für die Bahn- und Buslinien im Kanton Zug werden nun mit den Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs bereinigt. Anschliessend wird der Regierungsrat das Angebot gemäss den Vorgaben des Bundes für die nächsten zwei Jahre beschliessen.