Die Luzerner Regierung sieht die Wachstums-Schwerpunkte in der Agglomeration und auf den Achsen Luzern-Reiden und Luzern-Rontal.
Das Nachsehen haben Gemeinden wie Inwil. «Wir werden in den gleichen Kategorien wie Gemeinden im Luzerner Hinterland oder im Entlebuch gehandelt, obwohl wir beste Infrastrukturen haben», sagt der Inwiler Gemeindeammann Fabian Peter.
Das vorgesehene maximale Bevölkerungswachstum liegt für Inwil laut Regierungsplänen bei 0,22 Prozent. Inwil sei in den letzten Jahren aber rund 5 Prozent pro Jahr gewachsen.
«Warum wir?»
«Warum werden nur wir ausgebremst und die direkt umliegenden Gemeinden mit ähnlichen Voraussetzungen nicht», fragt sich Gemeindeammann Peter. Das gedrosselte Wachstum bedeute weniger Steuereinnahmen und weniger Handlungsspielraum, das entspreche auch nicht der Strategie des Kantons, möglichst eigenverantwortliche Gemeinden haben zu wollen.
Inwil will sich gegen die revidierte Richtplanung wehren: «Wir können für Inwil die starke Wachstumsbremse nicht nachvollziehen und das vorgeschlagene System ist zu starr», ist man in Inwil überzeugt.
Die Vernehmlassung startet am 29. Juli und dauert bis Ende September. Der Kantonsrat wird die Richtplanung im Frühjahr diskutieren.
(Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr)