Romeo sucht Julia, Puck verzaubert die Theatertruppe und Petruchio hat Streit mit seiner Freundin. In der von der Luzerner Fach- und Wirtschaftsmittelschule (FMS) dargebotenen «Shakesparade» tauchen etliche Figuren aus den berühmten Werken des englischen Dichters William Shakespeare auf.
Alle drei Jahre widmet sich die FMS einem grossen Kulturprojekt. Dieses Jahr bot der 400. Todestag Shakespeare Anlass, sich intensiv mit Leben und Werk des englischen Dichters zu beschäftigen.
Entstanden ist ein musikalisch-theatralischer Rundgang durch die Luzerner Kleinstadt. Gestartet wird im Lichthof des Regierungsgebäudes, wo sich der Kobold Puck aus dem «Sommernachtstraum» genauso unters Publikum mischt, wie Romeo aus «Romeo und Julia». Von den Arkaden herab singt der Schulchor dazu mittelalterliche Lieder.
Shakespeare ist aktuell
Es bleibt aber nicht beim historischen Spiel. Die Schüler lernten während des Projekts den englischen Dichter besser kennen und fragten sich, was seine Werke heute zu sagen haben. Es habe etwas Zeit gebraucht, bis die Jugendlichen die Aktualität in den Stücken erkannt hätten, sagt Theaterregisseurin Lisa Bachmann. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sei das aber gut gelungen. Das Resultat dieser Arbeit wird im Marianischen Saal sichtbar, wo die Schüler verschiedenste Szenen aus Shakespeare-Stücken aufführen und in die heutige Zeit versetzen. Den Rahmen dazu bildet das Casting einer Laien-Theatergruppe. Musikalisch bietet der FMZ-Chor in der Aula der Schule Musik aus dem Kinofilm «Romeo and Juliet» von Baz Luhrmann aus dem Jahr 1996. Auch hier wird ein Bogen in die heutige Zeit geschlagen.
Zeigen was möglich ist
Für die Schule sei das Kulturprojekt eine gute Gelegenheit um zu zeigen, was die Schule alles zu bieten habe, sagt Rektor Helmut Bühler. Die FMZ sei eine heterogene Schule mit vielen Disziplinen. Ein solches Projekt führe diese zusammen. So hat etwa die Fachklasse Grafik Plakate und Animationen gestaltet, während die Wirtschaftsmittelschüler für das Marketing und den Billettverkauf verantwortlich waren.