Die Gemeinden Dällikon und Regensdorf sind mit ihrem Kampf um eine Lärmreduktion bei Starts ab Piste 28 vom Flughafen Zürich zumindest vorerst erfolglos geblieben. Laut Bundesgericht haben sie ihre Beschwerde zu spät eingereicht. Dabei hatten sie früher in der gleichen Sache grundsätzlich schon einmal Recht erhalten.
Das Bundesgericht hatte nämlich bereits 2010 entschieden, dass der Abdrehpunkt bei Abflügen ab Piste 28 so weit nach Westen zurückverschoben wird, dass die Wohngebiete von Regensdorf und Dällikon entlastet werden. So weit möglich sollte sogar der Zustand wie vor 1999 wieder hergestellt werden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) erliess daraufhin im Dezember 2011 eine entsprechende Änderung des Betriebsreglements am Flughafen Zürich.
Statt weniger gab es mehr Lärm
Die Freude wich schon bald der Ernüchterung: Lärmmessungen im Frühling 2012 zeigten nämlich, dass die Massnahme den Gemeinden Regensdorf und Dällikon sogar leicht mehr Lärm bescherte. Im November desselben Jahres erhoben die beiden Flughafengemeinden deshalb erneut Beschwerde. Doch schon das Bundesverwaltungsgericht trat gar nicht darauf ein, weil die Eingabe zu spät erfolgt sei. Das Bundesgericht hat diesen Entscheid nun bestätigt.
Die Gemeinden haben ihre Hoffnung auf ruhigere Zeiten aber noch nicht aufgegeben. Der Regensdorfer Gemeindepräsident Max Walter möchte nun das direkte Gespräch mit dem BAZL suchen, wie er auf Anfrage vom «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF sagt. Bis in zwei Jahren könnten dann die neuen Routen am Flughafen Zürich eingeführt sein, hofft er.
Flughafen sieht keine Verbesserungsmöglichkeit
Der Flughafen Zürich dämpft aber diese Hoffnung. Flughafensprecherin Sonja Zöchling: «Es geht einfach nicht, es hat sich zu viel verändert seit 1999.» Deshalb werde es auch nicht die erhoffte Entspannung für die betroffenen Gemeinden geben.