Im Bernhardtheater ist der liebe Gott eine Göttin. Eine sehr bekannte Göttin. Birgitt Steinegger, bekannt aus Radio und Fernsehen, thront hoch über der Bühne in einer Wolke und erteilt Befehle. Ausgerechnet Hugo, der Unschuldsengel, soll auf die Erde fliegen. Genauer gesagt nach Zürich, weil es im Sündenpfuhl an der Limmat anscheinend allzu sündig zu und her geht.
Retro ist IN
Fast vierzig Jahre alt ist die Cabaret Revue « Z wie Züri» von Hans Gmür und Karl Suter. Die Musik dazu lieferte das Erfolgsduo Peter Jacques und Hans Moeckel. Und es sind vor allem ihre Songs, wie «Es Engeli sött uf Züri gah» die in den Ohren hängen geblieben sind. Die Story wurde für die neue Version im Bernhardtheater von Domenico Blass sanft aktualisiert. Und der Regisseur Björn Bugiel lässt ein junges Ensemble sehr präzise spielen, singen und tanzen.
Das Premierenpublikum war begeistert von der Rückkehr des Engels Hugo. «Z wie Züri » passt bestens in die Retro-Welle, die schon die kleine Niederdorf Oper und den schwarzen Hecht zurück auf die Zürcher Bühnen gebracht hat.