Der mutmassliche Täter, der Ehemann der getöteten Frau, ist bis heute nicht geständig. Am Montag hatte er vor dem Zürcher Obergericht erneut seine Unschuld beteuert. Seine Erklärungsversuche blieben jedoch vage und widersprüchlich.
Seine Verteidiger hatten weiterhin einen Freispruch «aus Mangel an Beweisen» verlangt. Auch der Staatsanwalt blieb bei seiner Forderung von 16 Jahren Freiheitsstrafe. Die Oberrichter folgten am Montag weitgehend seinem Antrag und verurteilten den Mann wegen vorsätzlicher Tötung zu 15 Jahren Freiheitsstrafe.
Urteil aufgrund von Indizien
Knackpunkt des Prozesses war das Fehlen eindeutiger Beweise. In diesem Fall gibt es nur Indizien, welche aber äusserst belastend sind: So war die Leiche zum Beispiel mit Zementplatten beschwert, welche die Ermittler auch im Garten des Angeklagten fanden. Die Platten im Garten und im See wiesen zudem den Abdruck derselben alten Zeitung aus dem Jahr 1939 auf.
Der Prozess vor Bezirksgericht
Diese und andere Indizien hatten dem Zürcher Bezirksgericht im Oktober 2013 gereicht. Es verurteilte den Ehemann zu 15 Jahren Freiheitsstrafe. Das «Indizienmosaik» sei erstellt, hiess es in der Urteilsbegründung. Diesem Urteil schlossen sich nun die Oberrichter an. Auch für sie kam nur der Ehemann als Täter in Frage.
Die Verteidigung des Angeklagten zieht den Fall voraussichtlich weiter ans Bundesgericht.