Der Pegelstand des Greifensees hat den Alarmwert von 436 Metern über Meer um vier Zentimeter überstiegen. Das kantonale Amt für Wasser, Abfall, Energie und Luft AWEL hat deshalb die Hochwassergefahrenstufe 3 ausgerufen. Dies bedeutet «erhebliche Gefahr».
Die Stadtpoilzei Uster musste mehrere Wegabschnitte am Ufer wegen Überflutung sperren. Die Zugänge zur Seerettung Uster und zum Bootshaus der Zürcher Kantonspolizei stehen unter Wasser. Weitere Bauten sind nicht betroffen. Auch für die Stadt Uster bestehe keine Gefahr, teilt die Stadtpolizei mit. Man beobachte die Situation und treffe bei Bedarf weitere Massnahmen. Schäden sind keine bekannt; bisher mussten Polizei und Feuerwehr noch nicht ausrücken.
Dübendorf und Ellikon
In Dübendorf besteht seit geraumer Zeit schon erhebliche Hochwassergefahr. Die Behörden hätten die Situation jedoch im Griff, hiess es auf Anfrage des Regionaljournals. Auch der Rhein führt viel Wasser. Betroffen ist ist aber einzig das Dorf Ellikon am Rhein. Es steht nahe am Ufer und ist deshalb besonders gefährdet. «Glücklicherweise haben wir vor ein paar Jahren den Hochwasserschutz von Ellikon stark verbessert, und davon profitieren wir jetzt», sagt Wolfgang Bollack von der kantonalen Baudirektion. Die Feuerwehr sei nun daran, die dafür vorgesehenen mobilen Hochwasserschutz-Elemente aufzustellen.
Spektakulärer Rheinfall
Im Kanton Schaffhausen sind die potentiellen Gefahrenstellen unter Kontrolle. Hier hat der veiel Regen auch eine gute Seite: Dank dem vielen Wasser ist der Rheinfall für Touristen zurzeit besonders spektakulär. Kleiner Wermutstropfen: Die Bootsfahrten zum Felsen sind vorderhand eingestellt.