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Zürich Schaffhausen Kein städtisches Bordell für Zürich

Ein Bordell zu betreiben ist keine staatliche Aufgabe. Zu diesem Schluss ist am Mittwochabend das Zürcher Stadtparlament gekommen. Es erteilte einem entsprechenden SP-Vorstoss eine Absage.

SP-Politikerin Christine Seidler wollte mit ihrer Idee eines städtischen Bordellbetriebs vor allem die Sexarbeiterinnen schützen. Polizeiliche Kontrollen und Verbote reichten nicht, um Prostituierte vor Ausbeutung und Gewalt zu schützen, sagte sie. Es brauche auch die Förderung von Selbstständigkeit und Selbstorganisation.

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Kein städtisch geförderter Sex (10.11.2016)
02:11 min
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Christine Seidler forderte den Stadtrat deshalb auf, eine Liegenschaft für ein städtisches Bordell zur Verfügung zu stellen. Der zuständige Stadtrat Raphael Golta – ebenfalls SP-Politiker – fand die Idee nicht nur schlecht und erklärte sich bereit, einige «offene Fragen anzuschauen».

«Keine staatliche Aufgabe!»

Eine Mehrheit des Parlaments bewahrte Golta jedoch davor, diese Fragen klären zu müssen. Es sei keine staatliche Aufgabe, ein Bordell zu betreiben, waren sich die Bürgerlichen (SVP, FDP, GLP, CVP) einig.

Ein Teil der Grünen sagte ebenfalls Nein, wenn auch aus andern Gründen. Ihnen ging die Idee zu wenig weit. Es sei bedauerlich, dass nur ein ganz kleiner Teil der Prostituierten von einem staatlichen Bordell profitieren könnte, sagte etwa Markus Knauss.

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