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Popcorn-Traum Diese vier Filme retten dein Wochenende

Man drückt auf «Play», denkt «nur kurz gucken» und plötzlich ist man in einem emotionalen Bungee-Sprung zwischen Pandas, Bankräubern und Cowboy-Poesie.


Eigentlich sollte es ein ganz normaler Sofa-Abend werden: Chips knabbern, Getränk in Reichweite, die Fernbedienung in der Hand. Dann tauchen sie auf, diese vier Filme. Wie ungebetene, aber charmante Gäste, die sofort die Kontrolle über Popcorn, Herz und Hirn übernehmen. Plötzlich denkt man über vergessliche Grossväter, sprechende Pandas, endlose Prärien und charmante Bankräuber nach, während man heimlich hofft, dass Kevin Costner den nächsten Hügel auch noch reitet. Vier Filme, die man sehen muss:

1. «The Father»: Gedächtnis-Gymnastik mit Oscar-Garantie

Man setzt sich hin, denkt: «Ach, Anthony Hopkins, das wird schon irgendwie gediegen.» Und dann bekommt man einen Film, der sich anfühlt wie ein schlecht sortierter Kleiderschrank im Kopf. Nur dass man selbst drinsteckt. Was besonders fies ist: Der Film benutzt die Wohnung wie ein Labyrinth. Möbel stehen plötzlich woanders, Menschen sehen anders aus, und man beginnt sich zu fragen, ob man selbst kurz eingenickt ist. War man nicht. Das ist Absicht. Hopkins hat für diese Rolle einen Oscar bekommen und zwar mit über 80, was ungefähr so ist, als würde jemand beim Seniorenkaffee plötzlich einen Slam-Dunk machen.

2. «Kung Fu Panda 4»: Mehr Weisheit, als man von einem Panda erwartet

Man erwartet: sprechende Tiere, ein bisschen Kung Fu, vielleicht ein paar dumme Witze. Man bekommt: erstaunlich gutes Timing, Selbstironie und die Erkenntnis, dass ein Panda mehr über Selbstfindung weiss als man selbst nach drei Podcasts und zwei halb gelesenen Sachbüchern. Jack Black spricht wieder Po, und man merkt: Der Mann wurde wahrscheinlich genau für diese Rolle geboren. Oder zumindest für Rollen, in denen er schreit und gleichzeitig liebenswert bleibt. Die Animatoren arbeiteten mit echten Kampfsportlern zusammen, damit die Kung-Fu-Moves authentisch wirken. Ja, das ist bei einem sprechenden Panda nötig.

3. «Der mit dem Wolf tanzt»: Drei Stunden Prärie, eine Frisur, unzählige Gedanken

Man sitzt da und plötzlich reitet man durch die Prärie. Stundenlang. Alles ist still. Und man denkt: «Vielleicht ist das moderne Leben doch überbewertet.» Spoiler: Ist es. Teile des Films wurden in Lakota-Sprache gedreht und mit Lakota-Darstellern, was für 1990 ziemlich ungewöhnlich war. Costner führte Regie, spielte die Hauptrolle und lernte, mit einem Pferd zu sprechen. Wahrscheinlich.

4. «Out of Sight»: George Clooney, Jennifer Lopez und das charmanteste Verbrechen

George Clooney als Bankräuber. Jennifer Lopez als U.S. Marshal. Und man denkt: «Ja, die sollten definitiv zusammen sein, auch wenn das rechtlich… schwierig ist.» Der Film lebt von Dialogen, die so cool sind, dass man sie gerne im echten Leben benutzen würde, was leider nie funktioniert, weil man nicht George Clooney ist. Ausserdem war das einer der Filme, die Clooney endgültig vom Serienarzt zum Kinostar gemacht haben. Es ist wahrscheinlich einer der wenigen Filme, bei denen zwei Menschen sich unter denkbar unromantischen Umständen kennenlernen (Handschellen, Kofferraum, eher ungünstig) und es trotzdem überzeugender wirkt als 90 % aller klassischen Liebesfilme. Danach denkt man, Verbrechen könnte charmant sein. Moralisch fragwürdig, aber unglaublich unterhaltsam.

Das Herz ein bisschen voller, der Kopf ein bisschen chaotischer. Genau das ist der Zauber eines richtig guten Filmabends.

SRF zwei; 6.4.2026; 22.30 Uhr ; 

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