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Eigene Kräuter im Garten Welche Küchenkräuter jetzt Pflege brauchen

Der Frühling ist Starttermin für frische Küchenkräuter. Diese Tipps lassen Ihre Pflanzen spriessen und gedeihen.

Mit den ersten warmen Tagen beginnt für Küchenkräuter die wichtigste Pflegephase des Jahres. Viele Pflanzen treiben neu aus, andere werden zurückgeschnitten oder frisch ausgesät. Unterteilt in fünf Kräutergruppen zeigen wir, welche Pflege jetzt sinnvoll ist – und welche Tipps zu üppiger Ernte führen.

1. Kräuter mit mildem Geschmack

Peterli & Kleiner Wiesenknopf

Im Frühling brauchen zarte Kräuter wie Peterli besondere Aufmerksamkeit, damit sie nicht verholzen oder im Wachstum stocken. Alternativen wie der Kleine Wiesenknopf liefern mild-nussige Aromen und sind besonders pflegeleicht.

Tipps & Empfehlungen:

  • Peterli Ende März ein letztes Mal ernten, bevor er blüht.
  • Gelbe Blätter entfernen und mit organischem Flüssigdünger stärken.
  • Jedes Jahr Standort (Garten) bzw. Erde (Topf) wechseln – Peterli ist selbstunverträglich.
  • Für schnelle Keimung: Samen im Einmachglas vorkeimen.
  • Kleiner Wiesenknopf: sonnig stellen, junge Blätter bis Mitte Mai ernten.

2. Kräuter mit säuerlicher Frische

Sauerampfer, Blutampfer, Zitronenmelisse, Zitronenverbene

Diese Kräuter bringen lebendige Frische in die Frühlingsküche – im Salat, zu Fisch oder als aromatischer Tee. Viele Sorten profitieren jetzt von einem kräftigen Rückschnitt.

Tipps & Empfehlungen:

  • Sauerampfer: dürre Blätter entfernen und organischen Dünger leicht einharken.
  • Blutampfer nur jung ernten, da der Geschmack sonst fade wird.
  • Zitronenmelisse jährlich umtopfen, dürren Stängel entfernen – Standort wechseln, da selbstunverträglich.
  • Zitronenverbene nach der Winterruhe halb zurückschneiden und frisch düngen.

3. Kräuter mit Zwiebel- und Knoblaucharoma

Schnittlauch, Winterheckenzwiebel, Schnittknoblauch

Die robusten Allium-Arten liefern schon früh im Jahr frische Röhren und aromatische Blüten. Alle drei sind wahre Düngerliebhaber.

Tipps & Empfehlungen:

  • Regelmässig mit organischem Kräuterdünger versorgen.
  • Nach jedem Schnitt zusätzlich flüssig düngen.
  • Für Topfkultur jährlich frische Erde verwenden.
  • Schnittknoblauch wegen seiner essbaren Blüten besonders geeignet für Garten & Salat.
  • Schnittlauch als dekorative Einfassungspflanze nutzen.

4. Kräuter mit mediterranem Flair

Rosmarin, Salbei, Thymian, Bohnenkraut

Mediterrane Kräuter brauchen Wärme, gut drainierte Erde – und vor allem einen kräftigen Frühjahrsrückschnitt. Nur so bleiben sie kompakt und aromatisch.

Tipps & Empfehlungen:

  • Ende März stark zurückschneiden, aber nie ins alte Holz ohne Blattquirle schneiden.
  • Anschliessend mit stickstoffarmem Kräuterdünger versorgen.
  • Rosmarin erst nach der Blüte schneiden; Stecklinge gleich mitvermehren.
  • Salbei sparsam düngen – Mehltau weist auf zu viele Nährstoffe hin.
  • Thymian nach der Blüte im Herbst ein zweites Mal schneiden.
  • Zitronen- oder kriechende Bohnenkrautsorten für besondere Aromen wählen.

5. Kräuter mit feiner Anisnote

Kerbel, Dill, Estragon

Diese Arten bringen leichte, frische Würze in Frühlingssuppen, Salate und französische Gerichte. Viele lassen sich unkompliziert aussäen.

Tipps & Empfehlungen:

  • Kerbel ab März alle zwei Wochen neu aussäen für kontinuierliche Ernte.
  • Dill nur mit frischem Saatgut und gerne mit Einmachglas-Trick keimen.
  • Dill neben Kohl, Gurken oder Mais pflanzen – er liebt schattierte Wurzeln.
  • Estragon alle 2–3 Jahre teilen und versetzen, da er zum Wandern neigt.
  • Nach dem Rückschnitt mit Kompost oder Kräutererde nachdüngen.

Radio SRF 1, Ratgeber vom 23.3.26, 11.15 Uhr

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