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Frühling sorgt für Stress 32 Hektar Grünfläche: So pflegt Zug seine Parks und Wälder

Wenn es blüht und spriesst, beginnt für das Team der Grünanlagen in der Stadt Zug eine anstrengende Zeit: Sie müssen Bäume pflanzen, Rasen mähen und dabei invasive Arten im Blick behalten.

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen werden Parks und Grünflächen wieder zu beliebten Treffpunkten. Doch während die Menschen den Frühling geniessen, beginnt für das Team der Zuger Grünanlagen der Hochbetrieb. «Wir sind die ganze Woche damit beschäftigt, Bäume zu pflanzen und Staudenrabatten nachzupflanzen», sagt Vorarbeiter Thomas Schmid.

Der Rasenmäher ist aktuell im Dauereinsatz: Sportplätze müssen wöchentlich gemäht werden, alle anderen Plätze alle zwei bis drei Wochen. «Unsere Fussballspieler merken schnell, wenn der Rasen nicht der Schnitthöhe entspricht», sagt Schmid schmunzelnd.

Die Aufgabe des regelmässigen Mähens hat dieses Jahr zudem unerwartet früh begonnen: Das Team der Zuger Grünanlagen musste bereits Anfang März zum ersten Mal mähen. Aufgrund der Klimaveränderungen ist das Wetter unberechenbarer geworden, die Vegetation setzt teils schon früh im Jahr ein.

Das wirkt sich auch auf andere Aufgaben des Teams aus: «Es ist schwieriger abzuschätzen, von wann bis wann wir bepflanzen können», so Schmid.

Ein Drittel der Wiese bleibt ungemäht

Auch der Schutz der Artenvielfalt hat einen Einfluss auf den Arbeitsalltag des Teams: «Wenn wir Blumenwiesen mähen, versuchen wir jeweils etwa ein Drittel stehenzulassen. So haben die Insekten weiterhin ein Nahrungsangebot und Rückzugsmöglichkeiten», erklärt Thomas Schmid.

Aber auch im Winter fördert das Team die Biodiversität und schafft aktiv neue Lebensräume. «Wenn wir Hecken schneiden, legen wir bewusst Kleinstrukturen wie Asthaufen an, die auf die Ansprüche der Tiere abgestimmt sind.»

Die Förderung der Artenvielfalt ist für die Stadt Zug ein Balanceakt: Einerseits wächst ihre Bevölkerung stetig – der Wohnungsmarkt der Stadt Zug ist besonders stark umkämpft. Andererseits beschneiden Siedlungsräume und neue Strassen die Lebensräume bedrohter Arten.

Neophyten machen Zug zu schaffen

Eine weitere Herausforderung sind gebietsfremde Pflanzenarten, sogenannte Neophyten. Manche von ihnen breiten sich aggressiv aus und verdrängen so einheimische Gewächse.

Ein Beispiel für einen invasiven Neophyten ist der Kirschlorbeer. Die Heckenpflanze ist sehr beliebt und in vielen Hausgärten zu finden.

Zweige des Kirschlorbeers mit einer schwarzen Beere.
Legende: Manche Vögel fressen die Beeren des Kirschlorbeers und verbreiten über ihren Kot dessen Samen. Keystone/DPA/Christoph Reichwein

«Das Problem ist, dass Kirschlorbeer den Waldboden bedeckt. Das behindert den natürlichen Wildwuchs», erklärt Tamara Zollinger, Projektleiterin Natur und Lebensraum der Stadt Zug.

Seit letztem Jahr unterstützt die Stadt ihre Einwohnenden deshalb finanziell bei der Entfernung der Neophyten. Private können zudem einen speziellen Sack beziehen, in dem sie die Neophyten beim Werkhof entsorgen können.

Frühlingswetter sorgt bei Gartenprofis für Stress

Auf öffentlichen Flächen ist das Team der Zuger Grünanlagen für die Entfernung der Neophyten zuständig. Arten wie das Einjährige Berufkraut halten die Mitarbeitenden auf Trab: «Diese Pflanze breitet sich bevorzugt in ökologisch wertvollen Flächen aus und produziert sehr viele Samen. Das führt entsprechend zu Mehraufwand», so Zollinger.

Zurzeit sind Vorarbeiter Thomas Schmid und das Team aber vor allem damit beschäftigt, die neu gepflanzten Bäume zu pflegen: Sie müssen gegossen und angebunden werden. Und auch der Rasen mäht sich nicht von selbst: Bei einer städtischen Grünanlage von gesamthaft rund 45 Fussballfeldern ist das eine ordentliche Aufgabe.

Welche Neophyten gelten als invasiv?

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Jardin Suisse, der Unternehmerverband der Schweizer Gärtnerinnen und Gärtner, hat eine Liste mit invasiven Neophyten in der Schweiz publiziert.

Radio SRF 1, «Treffpunkt», 22.4.2026, 10:00 Uhr

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