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Krieg in der Ukraine: Welche Rolle spielt die Schweiz jetzt?
Aus Forum vom 03.03.2022.
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Krieg in der Ukraine Welche Rolle spielt die Schweiz jetzt? Was ist Ihre Meinung?

Die Schweiz übernimmt die EU-Sanktionen gegen Russland. Die internationale Gemeinschaft prüft weitere Sanktionen, derweil der Krieg in der Ukraine tobt und der Flüchtlingsstrom Richtung Westen wächst. Was ist zu tun?

Welche Rolle kann die Schweiz jetzt spielen?

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Sanktionen

Die Invasion der russischen Armee in die Ukraine hat eine Vielzahl an Reaktionen in der Internationalen Gemeinschaft ausgelöst. Einzelne Staaten schicken Waffen in die Ukraine (aber keine Truppen, da die Ukraine nicht zur Nato gehört), Geld und Hilfsgüter. Und es werden Sanktionen gegen Russland verhängt.

Die Schweiz hat sich, nach gewissem Zögern, uneingeschränkt den EU-Sanktionen angeschlossen. «Sanktionen können dazu beitragen, dass eine Politik geändert wird,» sagt Politexperte Erich Gysling. In der Vergangenheit hätten sich Sanktionen jedoch meistens nur negativ auf die Zivilbevölkerung ausgewirkt, nicht aber auf die Regierung.

Die Glückskette sammelt

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Um die sich abzeichnende humanitäre Krise zu bewältigen, ruft die Glückskette zur Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung auf. Spenden können ab sofort auf glueckskette.ch getätigt werden.

Die Sanktionen gegen Russland seien aber derart massiv, dass sie nicht nur auf die Bevölkerung, «sondern ganz sicher auch aufs Regime einen Einfluss haben werden», sagt Erich Gysling.  

Die Frage der Neutralität

Kann die Schweiz noch neutral sein? Das fragen sich nun die einen. Für andere ist klar: hätte die Schweiz die Sanktionen der EU gegen Russland nicht übernommen, wäre sie international miserabel dagestanden. Dritte wiederum möchten jetzt das Militärbudget der Schweiz schleunigst aufstocken. Und alle möchten helfen.

Die Rolle der Schweiz

Für Ylfete Fanaj, Kantonsrätin SP (LU) ist es wichtig, dass die Schweiz jetzt «Haltung und Solidarität zeigt und Geflüchtete grosszügig und unbürokratisch aufnimmt». Das findet auch Tobias Weidmann, Kantonrat SVP (ZH). Zudem müsse die Schweiz deeskalierend wirken und ihre guten Dienste auf neutralem Boden wahrnehmen.   

Zu Gast in der Sendung «Forum» auf Radio SRF 1

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  • Ylfete Fanaj, Kantonsrätin SP, Luzern
  • Tobias Weidmann, Kantonsrat SVP, ZH
  • Erich Gysling, Politexperte

Radio SRF 1, Sendung «Forum», 3.3.2022, 10 Uhr

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Zgraggen  (Fränggi)
    Militärische Neutralität finde ich richtig. Die Neutralität vorzuschieben, wenn es um Menschen- und Völkerrechtsverletzungen geht um keine wirtschaftlichen Nachteile zu erhalten finde ich ethisch falsch. Die Gesprächsbereitschaft von den westlichen Ländern inkl. Ukraine wurde von Russland ins lächerliche gezogen. Ich finde die Sanktionen richtig, endlich zeigt die Schweiz Rückgrat.
  • Kommentar von Walter Mathys  (wmathys)
    Seit 1815 ist unsere immerwährende Neutralität verbrieft durch den Wienerkongress. Das Die Frage ist, was ein kleines Land machen soll, wenn Grossmächte uns politisch dermassen unter Druck stellen? Wäre es besser, wenn die Schweiz da nicht mitmachen würde? Ich glaube, wir sind im Finanzbereich viel zu gross geworden. Leider haben unsere Banken noch viel zu viele Leichen im Keller. Hier muss unsere Politik ansetzen und endlich aufreumen.
  • Kommentar von Claudia Boesch  (C.Boe.)
    Neutralität bedeutet nicht, dass man gegen keine Partei etwas macht. Sondern, dass man in das Geschehen nicht eingreift und keine Seite unterstütz. Man kann also sehr wohl Sanktionen treffen und/oder mitmachen.
    Sollte sich die Sache wegen Putin ausweiten, so wird die Schweiz auch betroffen sein. Egal ob man bei Sanktionen mitgemacht hat oder nicht. Besonders mit den Waffensystemen wo Putin droht. Auch elektroimpuls Waffen kennen keine Landesgrenzen.