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Wie viele Wölfe wollen wir?
Aus Forum vom 20.08.2020.
abspielen. Laufzeit 56:58 Minuten.
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Diskutieren Sie mit Soll der Schutz des Wolfes gelockert werden?

Die einen verehren ihn, die anderen verteufeln ihn: den Wolf. In den vergangenen Jahren wuchs die Zahl der Wölfe in der Schweiz stark. Inzwischen gibt es acht Wolfsrudel im Land, Tendenz steigend. Soll das so weitergehen?

Am 27. September stimmen wir über das neue Jagdgesetz ab. Soll der Schutz des Wolfes gelockert werden? Die Diskussion zum Thema finden Sie hier.

Vor 25 Jahren sind die ersten Wölfe wieder in die Schweiz eingewandert – nachdem sie hierzulande zuvor ausgerottet worden waren. Zuerst waren es Einzeltiere, die aus Italien wieder in die Schweiz kamen und umherstreiften. Seit 2012 pflanzen sich die Wölfe in den Schweizer Berggebieten erfolgreich fort und bilden Rudel.

Wölfe haben viele Feinde

Mit dem Wolf kam nicht nur ein Symbol für die wilde Natur zurück, sondern es kamen auch alte Probleme zurück: Der Wolf frisst gerne Nutztiere, insbesondere Schafe.

Pro Jahr sind es rund 500 Nutztiere. Und er versetzt auch andere Tiere wie Kühe in Angst und Schrecken. Dadurch hat sich der Wolf eine grosse Gegnerschaft geschaffen, insbesondere unter den Bäuerinnen und Bauern.

Weniger Schutz

Mit dem revidierten Jagdgesetz wollen Bundesrat und Parlamentsmehrheit auf die wachsende Zahl von Wölfen reagieren: Künftig soll der Abschuss der Grossraubtiere einfacher werden.

So können Wölfe auch präventiv abgeschossen werden – also auch, wenn sie noch keine Nutztiere gerissen haben. Das Wachstum der Wolfspopulation soll gebremst, sein Bestand stärker reguliert werden.

«Reines Abschussgesetz»

Doch dieses neue Jagdgesetz geht einer Reihe von Parteien und Umweltorganisationen zu weit. Sie sprechen von einem «reinen Abschussgesetz» und haben deswegen das Referendum dagegen ergriffen.

Der Wolf sei gemäss Berner Konvention «streng geschützt» und dürfe nicht leichtfertig abgeschossen werden.

Live-Diskussion im «Forum»

Wie viel Platz wollen wir dem Wolf in der Schweiz lassen? Und wie viel sind uns die gefährdeten Schafe wert? Ist das neue Gesetz ein guter Kompromiss oder fehlgeleitet? Darüber diskutierten wir in der Sendung «Forum» auf SRF1 mit dem Publikum und mit zwei Gästen im Studio:

Anton Merkle, Jäger und Präsident von Jagd Schweiz: «Es braucht eine stärkere Regulierung der Grossraubtiere in der Schweiz.»

Joanna Schönenberger, Jägerin und Mitglied des Nein-Komitees: «Das neue Jagdgesetz kommt einer Hexenjagd gleich.»

Sendung «Forum» Radio SRF 1, Donnerstag 20.8.2020, 20 Uhr ;

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52 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Graf  (Has)
    bitte guckt Euch vor dem Abstimmen diesen NetzNaturFilm über den Wolf an:
    https://www.srf.ch/play/tv/sendung/netz-natur?id=7225ec3b-e259-4af1-b9b0-31b293c70763
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    1. Antwort von Jeanette Leu Müller  (Wanderin)
      Herr Graf ich danke Ihnen für diesen Hinweis. Ich habe den Film gesehen und er ist sehr informativ . Er beleuchtet die diversen Seiten.
      Im neuen Jagtgesetz geht es nicht nur um den Wolf, es geht auch um den Schutz anderer gefährdeter Tiere, wie dem Birhahn, die Waldschnepfe, den Feldhasen. dürfen alle noch gejagt werden. Andre Tiere werden auf die Liste kommen. Die Fuchsbaujagt wurde nicht verboten, ebensowenig die Treibjagt
      also nein zu diesem unsinnigen Jagtgesetz.
  • Kommentar von Andrea Graf  (Has)
    bin entsetzt ob der rücksichtlosen Haltung: Mensch first!
    Da dringt Mensch immer mehr in die Natur ein, nimmt den Wildtieren ihren Platz weg. + beschwert sich dann, wenn die Wildtiere sich ihren Platz, den sie benötigen, wieder zurückerobern.
    Alles, was dem Menschen in die Quere kommt, ist Schädling + muss weg. (wer richtet den grössen Schaden an, der Mensch ist's der die Natur zerstört)
    Zudem: braucht es so viel Schafe?! Unser Fleischkonsum muss eh reduziert werden.
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  • Kommentar von daniel wismer  (yakman)
    Dem Wolf wird im neuen Jagdgesetz keine Schonzeit zu gestanden. Er kann also auch geschossen werden, wenn Jungtiere im Bau sind. Aus Jagdethischer Sicht ein No Go! Trotzdem unterstützt Jagd Schweiz die Vorlage - warum wohl ? Beseitigung eines lästigen Konkurrenten !?
    Die Antreiber für das neue Gesetz stammen mehrheitlich von extremistischen Ausrottungsvereinen wie : Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere ( wird auch von der VS Regierung unterstützt) und Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere.
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