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«Forum» – die ganze Sendung zum Nachhören
Aus Forum vom 28.05.2020.
abspielen. Laufzeit 54:07 Minuten.
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«Forum» Corona-Proteste: Sind sie gerechtfertigt oder übertrieben?

Seit Wochen versammeln sich in Schweizer Städten regelmässig Hunderte von Menschen, um gegen die Corona-Massnahmen der Regierung zu protestieren. Weil sie gegen das Versammlungsverbot verstossen, werden sie von der Polizei – mal schneller, mal weniger schnell – weggewiesen. zu Recht?

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Am Anfang war die Einigkeit. Als der Bundesrat Mitte März wegen dem Coronavirus die ausserordentliche Lage einberief und anfing, mit Notrecht zu regieren, war sich das Land einig: Das ist nötig, das geht in Ordnung. Und so akzeptierten auch praktisch alle, dass die Schulen, die Restaurants und die Läden schliessen mussten – um die Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern.

Dissonanzen werden lauter

Doch je länger die Coronakrise dauerte, desto lauter wurde das Murren. Zuerst waren es die Wirtschaftsverbände und die bürgerlichen Parteien, die ein rasches Ende der strengen Eindämmungsmassnahmen forderten. Dann meldeten sich immer mehr Interessensvertreter zu Wort – etwa aus der Gastronomie, der Hotellerie oder aus dem Sport – und verlangten eine baldige Öffnung.

Erste Kundgebungen

Vor ein paar Wochen begannen schliesslich Kundgebungen auf verschiedenen Plätzen in Schweizer Städten: Auf dem Bundesplatz in Bern oder dem Sechseläutenplatz in Zürich versammelten sich Aktivisten und protestierten gegen die Lockdown-Massnahmen.

Bunte Mischung

Auffällig an den Demonstranten ist bisher, dass sie sehr unterschiedliche Argumente vertreten: Gewisse beklagen sich, dass durch das Versammlungsverbot ihre Grundrechte verletzt würden. Andere bezweifeln die Gefährlichkeit durch das Coronavirus: Es sei nicht schlimmer als die Grippe. Und wieder andere wenden sich gegen die Pharmaindustrie, die von der Viruskrise profitiere.

Live-Diskussion

Es stellt sich die Frage: Handelt es sich bei den Kundgebungen um legitime Proteste und damit um einen Ausdruck der freien Meinungsäusserung? Oder sind diese so genannten Mahnwachen unnötig und verwerflich, weil sie das Versammlungsverbot verletzen? Über die Corona-Demonstrationen redeten wir in der Live-Sendung «Forum» auf Radio SRF 1.

Gäste in der Sendung

Christoph Pfluger: Journalist und Verleger. Kopf hinter den Demonstrationen

Guy Krneta: Mundart-Schriftsteller und Kritiker der Demonstrationen

Maurice Thiriet: Chefredaktor Online-Portal «Watson»

Thomas Häusler: SRF-Wissenschaftsredaktion, Faktenchecker

55 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Da das COVID-19-Virus, noch immer nicht medizinisch kontrollierbar ist, gibt es doch logischerweise für die Menschen weltweit nur eine Devise: einsichtige Anpassung an die Situation!
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  • Kommentar von Mauro Terra  (TerraM)
    Schon etwas traurig, dass SRF mithilft Chr. Pfluger dermassen zu diffarmieren.
    Und danke M. Thiriet fürs zeigen ihres wahren Gesichtes.
    Tschau WATSON
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  • Kommentar von Andrea Wittwer  (Salina)
    Persönliche Erfahrungen bezügl. Lockdown und Mahnwachen: Das Leiden unter den Massnahmen ist viel grösser als das unter dem Virus. Menschen in Alters- oder Behindertenheimen fühlen sich im Stich gelassen. Einsamkeit macht krank, Angst, Sorgen, Armut machen krank.
    Die Mahnwachen bedeuten keinen Ansteckungsherd - und sie sind friedlich. Der Abstand wird eingehalten, wo nicht durch die Polizei zusammengetrieben. Auch alleine Hinstehen mit Botschaft ist verboten, shopping nebenan wird toleriert (?)
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