«Forum»-Diskussion: Reisen wir zu viel?

84 Prozent der Schweizer gehen mindestens einmal pro Jahr in die Ferien. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. Mit Sicht auf die Nachhaltigkeit würden wir zuviel reisen, sagen Kritiker. Was ist Ihre Meinung? Reisen wir zu viel? Gibt es «nachhaltigen Tourismus» überhaupt? Das «Forum» zum Thema.

Der Tourismus boomt. Letztes Jahr waren so viele Touristen unterwegs, wie noch nie. 3 Fakten zum Welttourismus:

  • Laut Welttourismusorganisation UNWTO waren im Jahr 2015 1,14 Milliarden Menschen auf Reisen
  • Dies waren laut UNWTO fast 5 Prozent mehr als im Jahr 2014
  • Bis ins Jahr 2030 soll sich diese Zahl gar verdoppeln, schätzt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD.
  • Jeder elfte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Tourismus ab
  • Der Tourismus ist hinter der Automobilindustrie und dem Erdölsektor die drittgrösste Industrie der Welt

Einmal Ferien pro Jahr sind normal

Auch wir Schweizerinnen und Schweizer sind reisefreudig: 84 Prozent der Schweizer gehen mindestens einmal pro Jahr in die Ferien. Das sind drei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Reiseversicherers Allianz Global Assistance.

Gringo Trails

52 min, aus SRF mySchool vom 15.9.2016

Reisen wir zuviel? In der Live-Sendung diskutieren Martin Wittwer, CEO TUI Suisse, Fabian Weber, Dozent am Institut für Tourismuswirtschaft an der Hochschule Luzern und Christian Baumgartner, Experte für nachhaltige Tourismusentwicklung.

Mit Sicht auf die Nachhaltigkeit reisen wir zu viel, sagt Fabian Weber, Dozent am Institut für Tourismuswirtschaft an der Hochschule Luzern. Es komme aber nicht nur auf die Quantität an, sondern auch auf die Art und Weise, wie wir reisen. Die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft müssten möglichst klein gehalten werden

Diskutieren Sie mit!

Reisen wir zu viel? Oder müssten anders reisen? Gibt es diesen «nachhaltigen Tourismus» überhaupt? Diese Diskussion führen Experten und Hörerinnen und Hörer im «Forum» auf Radio SRF 1.

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