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Frühling in den Bergen Ausflugstipps: Ab in den Frühlingsschnee!

Wochenende vor der Tür und noch kein Ausflugsziel? Die schönsten Plätze abseits der grossen Touristen-Routen zum Schneeschuhlaufe und Winterwandern.

Die rund 65 000 Kilometer signalisierten Wanderwege in der Schweiz sind grösstenteils auch im Winter problemlos begehbar. Zudem gibt es in der Schweiz zahlreiche Schlittelpisten und Schneeschuhtrails, die es zu entdecken gilt.

Die Wanderungen und Ausflüge unten sind in drei verschiedene Stufen eingeteilt: «Entli»-, «Murmeli»- und «Steinbock»-Routen. So hat es sicher für jeden etwas dabei. Auch für Kinder (hier geht's zu den Motivationstipps).

Marcel Hähni

Marcel Hähni

SRF 1-Wanderexperte

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Marcel Hähni, Jahrgang 70, ist Redaktor und Produzent bei Radio SRF 1 und ausgebildeter Wander- und Schneeschuh-Wanderleiter. Zu seinen bevorzugten Wanderzielen gehört die Zentralschweiz und die Ostschweiz mit dem Alpstein, dem Rätikon und dem Engadin. Marcel Hähni wandert mit Familie, Freunden, Gästen oder mit Hund Felix.

Gemütliche Ausflüge im Schnee

Die Schweiz präsentiert sich auch im Winter und Frühling von ihrer schönsten Seite und auch in bekannten Wintertourismus-Destinationen warten unbekannte Ziele darauf, entdeckt zu werden. In Davos gibt es zum Beispiel drei kaiserliche Hotelzimmer, die über zehn Jahre lang reserviert und bezahlt, aber nie bewohnt wurden. Auch wenn Davos und die Fiescheralp auf dem Aletschplateau beides bekannte Tourismusdestinationen sind, gibt es dort auch stille Wanderungen und Orte der Ruhe.

Gemütliche Ausflüge im Schnee

Die kaiserliche Badewanne auf dem Zauberberg: Während die meisten Höhenklinken den Wandel in die heutige Zeit nicht überstanden haben, thront die Schatzalp noch heute über Davos. Wer in der Schatzalp einkehrt, wird in die Zeit vom Thomas Mann und seinem Roman «Der Zauberberg» zurückversetzt. Bei einer Führung durch das Hotel sollte man sich unbedingt eines der drei kaiserlichen Zimmer zeigen lassen. Bei dieser Wanderung geniesst man einen wunderbaren Ausblick auf die Landschaft Davos. Mit einem Schlitten ist dieser Ausflug auch für Familien mit Kinder geeignet. Für den Rückweg kann man die Schlittelbahn benützen oder man fährt mit der Zahnradbahn hinunter in die Stadt.

Winterspaziergang entlang der Landwasser: Der entspannte Spaziergang entlang des Flusses führt zum Waldfriedhof Davos. Hier im kleinen Lärchen-Wäldchen sind auch berühmte Davoser Bürger begraben. Der Maler Ernst Ludwig Kirchner fand hier sein Grab, aber auch die Familie Spengler, die deutsche Ärztefamilie, die Davos geprägt hat und zu deren Ehre in der Altjahreswoche der Spenglercup durchgeführt wird. Der Spaziergang ist auch mit einem guten Kinderwagen machbar.

Die grössten Cremeschnitten der Schweiz: Die Fiescheralp war früher als Kühboden bekannt und wurde zugunsten des Tourismus umgetauft. Die Fischeralp gehört zusammen mit der Bettmer- und der Riederalp zum autofreien Aletschplateau und liegt in der UNESCO-Weltnaturerbe-Region Jungfrau – Aletsch – Bietschhorn. Für die Gaumenfreude probiert man eine Cremeschnitte in der legendären «Bättmer-Hitte».

Schluchten, Höhlen und der grosse Stein: Entdeckungen beim Winterwandern

Salz für die Küche und die Strasse kommt aus Schweizerhalle im Kanton Basellandschaft oder aus Bex im Kanton Waadt. Sowohl die Saline bei Muttenz als auch das Bergwerk in Bex sind aussergewöhnliche Ausflugsziele.

Entdeckungen beim Winterwandern

Habsburg – Zur ehemaligen Weltmacht und zurück: Oberhalb Brugg, von der Habsburg aus, starteten die Habsburger zur Weltvormacht. Heute ist diese Weltvormacht Geschichte und in der ehemaligen Burg befindet sich nun ein Restaurant. Die Wanderung zur Habsburg führt von Brugg her entlang der alten Aare bis nach Schinznach Bad. Von hier aus kann man nun gut 200 Meter durch den Wald hoch zur alten Habsburg steigen. Die Wanderung bis Schinznach-Bad ist eine schöne Familienwanderung, die auch mit einem guten Kinderwagen zu machen ist.

Zum grossen Stein: Das Dorf Steinhof befindet sich am Solothurner Waldwanderweg «Auf den Spuren der Gletscher». Hier findet man den «Grossen Fluh», den drittgrössten Findling der Schweiz. Dieser Findling und der Burgäschisee, welcher etwas unterhalb des Dorfes liegt, sind Überreste eines ehemaligen Gletschers. Der Burgäschisee ist im Sommer ein vielbesuchter Badesee im Solothurner Wasseramt. Die Seeumrundung ist für gute Fussgänger leicht zu machen. Für die Wanderung über den Steinhof, braucht es etwas mehr Ausdauer.

Das Salz der Schweiz: Die Stadt Muttenz vor den Toren der Stadt Basel besitzt eine beindruckende Industrie. Auf dem Gebiet der Schweizerhalle wird das Salz der Schweiz aus der Erde gepumpt. Die grossen Salzlager können hier besichtigt werden. Von Muttenz führt der Rheinpfad bis nach Rheinfelden, vorbei an der Römerstadt Augusta Raurica bis zum Bierschlösschen Rheinfelden – alles entlang des Rheins. Je nach Länge der Wegstrecke ist dies eine anspruchsvolle Familienwanderung, welche zum Teil kinderwagentauglich ist.

Sihlbrugg-Menzingen (ZG): Die alte Verbindung von der Stadt Zürich Richtung Luzern führt entlang der Sihl unter anderem durch verschiedene Stollen. Im Sommer ist dieser Weg eine beliebte Wanderroute, im Winter ideal für kleine und grosse Höhlenforscher. (Zur Zeit Streckensperrung wegen Felssturz.)

Küsnachter Tobel (ZH): Das Küsnachter Tobel liegt am Stadtrand von Zürich. Im Winter verwandelt sich das Tobel mit seinen zum Teil vereisten Wasserläufen zu einem Abenteuerland. In der Drachenhöhle soll sich noch heute ein gefangener Lindwurm befinden. Beide Wanderungen sind mit Kindern ab sechs Jahren problemlos zu machen. Gute Schuhe und Kleider sind Pflicht. Daher ist mit kalten Temperaturen zu rechnen.

Teufelsschlucht (BL/SO): Die Teufelschlucht am Jurasüdhang gehört zu den schönsten Schluchten im Schweizer Juragebiet. Der Eingang zur Teufelsschlucht befindet sich in der Mitte des Dorfes Hägendorf. Ein Fussweg führt in vielen Windungen über Brücken und Stege, vorbei an Höhlen und Klüften bis hinauf auf den Allerheiligenberg.

Schynschlucht-Domleschg (GR): Im Winter ist der alte Handelsweg, weit über der Albula im Domleschg, im Kanton Graubünden praktisch menschenverlassen. Der relativ breite Weg ist gut gesichert, für einen Blick in die Schlucht braucht es manchmal Mut. Im Winter, bei Schnee, muss selber gepfadet werden. Wegen des relativ langen Anfahrtswegs ist diese Tour als Tagestour zu planen.

Wandern im Winter: mit Schneeschuhen durch den Schnee

In der Schweiz gibt es zahlreiche ausgeschilderte Schneeschuhtrails, welche als lawinensicher gelten. Werden diese Trails verlassen, muss zwingend eine Lawinenausrüstung mitgetragen werden. Wichtig ist jedoch, dass diese Ausrüstung bedient werden kann. Lawinenkurse gibt es beim Alpenclub SAC, den Naturfreunden, dem Erwachsenensportprogramm des Bundes und bei ausgewählten Bergsporftachgeschäften. Schneeschuhe unterscheiden sich heute hauptsächlich bei den Verschlüssen, wobei sich hier eine fachmännische Beratung empfiehlt. In der Regel gilt: je schwerer die Person, desto grösser soll die Fläche der Schneeschuhe sein. Die Modelle für Männer und Frauen unterscheiden sich eigentlich nur durch die Grösse und die Farbe.

Schneeschuh-Wanderungen

Amden am Walensee (SG): Vom Parkplatz Amden-Arvenbüel kann man auf dem Winterwanderweg zur Vorder Höhi. Die Alp wird bei schönem Wetter bewirtschaftet und bietet einen wunderbaren Ausblick hinunter in das Toggenburg, zum Säntis und ins Linthgebiet.

Ein alternativer Weg wäre der signalisierte Schneeschuhtrail, welcher von der Vorder Höhi über die Alp Looch zurück ins Arvenbühl führt. Wenn genug Zeit eingerechnet wird, kann diese Tour auch mit Kindern gemacht werden.

Alp Flix (GR): Man startet im Dorf Sur an der Julierpass-Strecke und geht bei der Kirche Richtung Alp Flix, wo der Weg dann durch den Wald hinauf führt. Die Strasse wird im Winter nur von Schneemobilen oder Schlitten befahren. Am Anfang der Strecke steigt der Weg über längere Zeit an, dann erreicht man die Alp Flix auf dem Hochplateau.

Bivio – Alp Flix (GR): Diese Route ist nur für erfahrene Tourengänger und für trainierte Personen ohne Lawinenausbildung nur mit Bergführer oder ausgebildetem Schneeschuhwanderleiter möglich. Es ist jedoch eine schöne Hochtour von rund sechs Stunden von Bivio bis zur Alp Flix über den Kanonensattel.

Dem Nebel entfliehen

Dem Nebel entfliehen

Der kleine Rossberg (SZ): Schindellegi liegt hoch über dem Zürichsee. Hier liegt auf 1011 m ü. M. der Rossberg. Die Wanderung zum Rossberg ist eine optimale Sonntagnachmittag-Familienwanderung. Auf dem höchsten Punkt des Rossberges auf 1186 Metern befindet sich auch der «Dreiländerstein» und bildet den Grenzstein für die Kantone Schwyz, Zug und Zürich.

Dreiländerblick vom Kaienspitz (AR): Der Kaienspitz auf 1120 m ü. M. ist keine hochalpine Bergspitze, sondern eine Wiesenfläche. Der Kaien ist durch eine einfache Rundwanderung von Heiden, Grub oder von Rehetobel aus zu erreichen. Vom Kaien aus hat man einen Blick auf das Dreiländereck am Bodensee. In Heiden befindet sich zudem das Museum des Gründers des IKRK Henri Dunant.

Der Turm am Eingang zum Toggenburg (SG): Der Wiler Turm steht auf dem Hofberg und thront über dem Städtchen Wil am Eingang zum Toggenburg. Die Aussichtsplattform auf 34 m Höhe ist überdacht. Zum Wiler Turm führen verschiedene Wege. Empfehlenswert ist jedoch die Rundwanderung durch das alte historische Städtchen Wil zu beginnen und so auch zu beenden.

Das Kreuz auf der kleinen Rigi (LU): Auf dem Rooterberg ist im Jahre 600 dem Einsiedler Medardus der Erzengel Michael erschienen und hat diesen beauftragt, dort ein Kreuz zu erstellen. Der «Michel» wird heute wegen seiner Beliebtheit und dem tollen Panoramablick auch die kleine Rigi genannt.

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