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Lust auf Ausgehen? Grosse Veranstaltungen bald wieder erlaubt
Aus Forum vom 10.09.2020.
abspielen. Laufzeit 56:19 Minuten.
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Grosse Veranstaltungen Mehr als 1000 Leute am Match oder Konzert: Gut oder riskant?

Ab dem 1. Oktober sind Anlässe mit mehr als 1000 Personen wieder erlaubt. Eishockeymatches, Gottesdienste oder Konzerte können also wieder stattfinden – sofern der Kanton das Schutzkonzept absegnet und sich die Corona-Situation nicht verschärft.

Sportclubs atmen auf. Ab dem 1. Oktober dürfen Fussball- und Eishockeymatches wieder vor mehreren tausend Zuschauern stattfinden. Sofern das Schutzkonzept stimmt und die Veranstaltungen vom Kanton bewilligt werden. Bis zu höchstens zwei Dritteln darf ein Stadion gefüllt sein. Es gilt die Maskenpflicht. Alkoholkonsumation ist erlaubt. Stehplätze sind verboten.

Lieber keine Stehplätze als gar keine Anlässe

Dass Stehplätze nicht mehr erlaubt sind, bedauern die Verantworlichen, nehmen es aber in Kauf. Man sei froh, überhaupt wieder die Möglichkeit zu erhalten, Grossveranstaltungen durchzuführen, sagt Marc Gianola, CEO vom HC Davos. Zudem setze es ein Signal. «Es ist wichtig zu sehen, dass es kein Risiko ist, einen Eishockeymatch zu besuchen», sagt Gianola.

Der Veranstalter trägt das Risiko

Mit gemischten Gefühlen schaut man in der Veranstaltungsszene auf die Öffnung, wie das Beispiel der mobilen Theaterplattform Das Zelt zeigt. Einerseits sei man froh, dass wieder eine gewisse Normalität einkehre, andererseits sei die Situation komplex, sagt Geschäftsleitungs-Mitglied Markus Simmen.

Das finanzielle Risiko ist gross, denn wir tragen bei einer Absage einer Veranstaltung die ganze Verantwortung.
Autor: Markus SimmenGL-Mitglied Das Zelt

Das Zelt biete zwar über 1000 Personen Platz, aber um das Schutzkonzept einzuhalten, müsse die Auslastung unter 1000 Personen liegen. Diese würden in Sektoren unterteilt. Sorgen bereite ihm, dass der jeweilige Kanton, in dem man gastiere, eine Veranstaltung kurzfristig untersagen könne.

Jeder Kanton entscheidet selber

Die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) hätte sich eine einheitlichere Linie erhofft. Man hätte es begrüsst, wenn das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Rahmenschutzkonzepte der grossen Dachverbände von Sport und Kultur begutachtet hätte, heisst es in einer Medienmitteilung. Statt dass jeder Kanton selber prüfen müsse, ob eine Grossveranstaltung durchgeführt werden könne. «Die Wiederzulassung von Grossveranstaltungen ist eine grosse Herausforderung», sagt GDK-Präsident Lukas Engelberger.

Epidemiologe Tanner: «Verantwortung übernehmen»

Marcel Tanner, Epidemiologe und Mitglied der Swiss Covid-Task-Force, findet es gut, dass grosse Veranstaltungen wieder durchgeführt werden. Sofern die Schutzkonzepte eingehalten werden.

Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Kino- und Comedyabende – ob sehr gross, mittel oder klein – sollten auch ein Zeichen setzen, sagt er. «Jeder und jede trägt Verantwortung, dass wir wieder ein grosses Stück Normalität zurückgewinnen. Dazu gehört, dass man sich konsequent an die Schutzmassnahmen hält und dass der Kanton flexibel auf ‹Corona-Nester› reagieren kann», sagt Tanner.

Diskussion in der Sendung «Forum»

In der Sendung «Forum» auf Radio SRF 1 haben mitdiskutiert:

  • Marc Gianola, CEO HC Davos
  • Markus Simmen, COO, Mitglied der Geschäftsleitung Das Zelt
  • Lukas Engelberger, Regierungsrat Kanton Basel Stadt, Präsident Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK)

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Anne Ulrich  (Anne Ulrich)
    Ganz klar: das grössere Risiko unsere für unsere Leben ist der Lockdown ! .... der Mensch wird mit Viren leben können und müssen.... Sie waren schon Millionen Jahre von uns hier .....
  • Kommentar von Anne Ulrich  (Anne Ulrich)
    Die Fallzahlen muss man doch ganz anders ansehen: es zählen doch nicht die Anzahl Pos getesteten SONDERN die Anzahl ERKRANKTER !!! vorallem stark erkrankter oder hospitalsierten!?? Trotz Lockerung gibt es immer weniger davon!! warum die Panik! übrigens die App ist genau für Grossveranstaktungen ... sie misst für mich Dauer und Nähe ! sie bringt uns das normalere leben zurück.
  • Kommentar von Anne Ulrich  (Anne Ulrich)
    Covid19 macht viel mehr Schaden als Influenza ??: Das stimmt doch überhaupt nicht die Massnahmen machen Schäden wirtschaftlichen und die Kollateralschäden wie z.B. eine demente Frau die regelrecht eingeht und stirbt ist ohne Besuch ! oder all die pychsischen ungesunden Situationen die 1000end Leute plagen ... sind ENORM — aber ansonsten gibt es mit rund 1700 bis heute weniger Tote als Grippewinter 2015 (2500) !! die ANGST und die Massnahmen sind unverhältnisnässig. (Joggen m Maske?)