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Helden des Alltags Rolf Geiser überlässt Asylsuchende nicht sich selber

«Es kann doch nicht sein, dass Asylbewerber, die auf ihren Entscheid warten, untätig in einer Unterkunft ausharren müssen», sagte sich Rolf Geiser. Jeden Samstagnachmittag treffen sich deshalb in Aarau Asylsuchende und Freiwillige und unternehmen etwas gemeinsam. Das «projektbbb» machts möglich.

Legende: Video Rolf Geiser abspielen. Laufzeit 01:05 Minuten.
Aus Radio SRF 1 vom 23.01.2015.

Der 68-jährige Aarauer Rolf Geiser will Asylsuchende und Flüchtlinge nicht sich selber überlassen. Er gründete das «projektbbb»: Asyl mit Bildung, Begegnung und Beschäftigung. Gemeinsam mit inzwischen über 20 weiteren Freiwilligen bietet er jeden Samstag in Aarau einen Ausflug an. Regelmässig nehmen 30 bis 60 Asylsuchende teil.

Rolf Geiser hat eine positive Art, die ansteckend ist. Er bringt Menschen in Bewegung.
Autor: Willy GysinHat Rolf Geiser als «Held des Alltags» nominiert

Besuch im Museum oder bei der Stadtpräsidentin

Rolf Geiser besucht mit den Asylsuchenden zum Beispiel das Museum im Schloss Lenzburg, oder sie leisten gemeinsam einen Einsatz bei der Bachputzete. Sie treffen die Stadtpräsidentin oder erfahren im Kantonsspital, wie das Schweizer Gesundheitssystem funktioniert. Oft vermittelt eine Freiwilligen-Organisation vor Ort Wissenswertes über die Schweiz.

«In der Schweiz positive Erfahrungen machen»

«Die Flüchtlinge sollen ihr Selbstwertgefühl und ihre Würde nicht verlieren», sagt der pensionierte Sozialarbeiter. «Sie sollen in der Schweiz positive Erfahrungen machen.» Das sei wichtig. Selbst wenn sie wieder in ihr Heimatland zurückgeschickt würden, was bei den meisten der Fall sei.

Rolf Geiser ist es ein Anliegen, dass die Asylsuchenden und Flüchtlinge hinausgehen, etwas lernen und erleben, das sie anschliessend in ihren Herzen tragen. Und er bekommt seinerseits von ihnen eine ganze Menge zurück.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Xaver Geiser, Küsnacht
    Ich gebe Rolf Geiser die Stimme, weil er sich für eine gute Sache einsetzt und weil er mein Bruder ist!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Geiser's Idee ist auf den ersten Blick tatsächlich vorbildlich. Nur, wie wäre es, mit den (meist jungen, kräftigen und gesunden) Leuten Garten- oder Hausarbeiten bei behinderten, allein stehenden oder älteren Menschen zu verrichten? Bei Menschen, die meistens jahrzehntelang lückenlos in die Sozialeinrichtungen oder Steuern einzahlten, kämen solche Hilfeleistungen sicher gut an, statt einfach Museen oder andere Sehenswürdigkeiten zu "besichtigen"! So könnte Herr Geiser 2 (!) humane Taten leisten!
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    1. Antwort von Thomas Steiner, Zürich
      Seine Tat ist auch auf den zweiten Blick super, ich verstehe nicht, was sie an freiwilligem Einsatz nicht gut finden. Aber ich finde ihre Idee gut, und freue mich, für Sie zu stimmen, wenn Sie ihre Idee bis nächstes Jahr umgesetzt haben!!
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  • Kommentar von Fritz Zimmerli, 4922 Thunstetten
    ich finde es super, dass die Asylbewerber in ein Beschäftigungsprogramm einbezogen werden und bis zum derfinitiven Entscheid beschäftigt werden. Dies ist ein Entscheid in die richtige Richtung!
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