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«Forum»: Die Sendung zum Nachhören
Aus Forum vom 25.01.2018. Bild: Keystone
abspielen. Laufzeit 55 Minuten 46 Sekunden.
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Radio SRF 1 «No Billag» – was heisst das fürs Radio?

Die «No Billag»-Initiative, die am 4. März zur Abstimmung kommt, fordert die Abschaffung der Gebührengelder für Radio- und Fernsehen. Was heisst das fürs Radio? Im «Forum» diskutierten Andreas Kleeb vom Initiativkomitee «No Billag» und Mark Balsiger vom Komitee «Nein zum Sendeschluss» mit Hörern.

In den Diskussionen zur «No Billag»-Initiative steht häufig das Fernsehen im Zentrum. Aber: Rund 86 Prozent der Deutschschweizer Bevölkerung hören jeden Tag durchschnittlich fast 2 Stunden ihren Lieblingssender. Für rund 60 Prozent ist dies ein SRF-Sender, für rund einen Drittel ein Schweizer Lokalradio. Die SRG-Sender sowie die Hälfte der Lokalradios werden zumindest teilweise mit Gebühren finanziert.

Radios in der Schweiz sind populär. Musik, Information, Sport und Spiel: Mit diesem Mix erreichen alle Radios in der Schweiz zusammen einen Grossteil der Bevölkerung.

Das meistgehörte Radio in der Deutschschweiz ist Radio SRF 1 mit 1,5 Millionen Zuhörern pro Tag, gefolgt von SRF 3 mit 1,1 Millionen. Gebührenfinanziert können die SRG-Sender auf Fachredaktionen und ein dichtes Korrespondentennetz zugreifen. Werbung ist ihnen untersagt, Sponsoring hingegen ist ihnen mit gesetzlichen Einschränkungen erlaubt.

Gebührenfrei erfolgreich

Privatradios, die sich über Werbung finanzieren, sind aus der Schweizer Radiolandschaft inzwischen nicht mehr wegzudenken: Radio Pilatus oder Radio Basilisk, Radio Energy oder Radio 24 senden erfolgreich gebührenfrei und finden seit Jahren ein treues Publikum.

Geht doch, sagen darum die Initianten der «No Billag»-Initiative. Wieso also noch Gebühren zahlen? Zumal Radiohören (und Fernsehen) freiwillig ist, ganz im Gegensatz zum Gebührenzahlen. Der Markt für eine Schweizer Radiolandschaft ohne Gebühren sei vorhanden.

Ab 2019 bezahlt jeder Haushalt 365 Franken im Jahr für Radio- und Fernsehen. Heute sind es 451 Franken.

Information kostet

Die Gegner der Initiative sagen: Informationen aus aller Welt, sachgerecht aufgearbeitet, haben ihren Preis. Informations- und Hintergrundsendungen sind mit Werbung, über ein Abo oder über Bezahlung, pro Sendung alleine nicht zu finanzieren. Treffen würde es auch Lokalradios, die in Berg- und Randregionen senden. Dank einem beträchtlichen Zustupf aus dem Gebührentopf können sie ihre Informationspflicht wahrnehmen.

«No Billag» – was heisst das fürs Radio?

In der Livesendung «Forum» diskutierten Hörerinnen und Hörer mit zwei Gästen:

  • Andreas Kleeb, Initiativkomitee «No Billag»
  • Mark Balsiger, Komitee «Nein zum Sendeschluss»

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214 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Schäfer  (Werner24)
    Eigentlich ist es ganz einfach:
    Wenn schon der Propaganda-Minister der SVP (Roger Köppel) die SRG mit dem Propagandaapparat von Herrn Göbbels vergleicht, gibts nur eins:
    NO zu NoBillag
  • Kommentar von Ernst Baumann  (neutrum)
    Für dass im SRF das Niveau unter die Privaten gesunken ist,gab es auch heute (27.01.) wieder 1en Beweis. Als im Radio nach 10Uhr der Film über das WEF vorgestellt wurde, redete die Cutterin von Trump, nicht von Präsident T., Donald T., Herr T., Mr.T. Nein, einfach Trump. Diese Respektlosigkeit, Niveaulosigkeit, leistet sich das SRF im Radio und Fernsehen oft. Es heisst zum Beispiel nicht "Blocher"! Es würde niemand von "Darbelay" oder"Bruderer" reden! Ich bin nicht bereit, für so etwas zu zahlen
    1. Antwort von Paul Studer  (PaulS)
      Schlimmer war die deutsche tagesschau. Die hilft ein bisschen nach, damit Buh-Rufe gegen Trump lauter und deutlicher zu hören sind. Klare Grenzüberschreitung bei einer Nachrichtensendung. Schwer vorstellbar, dass Sie dasselbe bei Applaus getan hätten.
  • Kommentar von Markus Ziegler  (mamazi)
    Nun haben wir das Stimmvolk endlich die Möglichkeit, NEIN zu sagen zu dieser Gebühren-Mafia, indem wir ein JA in die Urne legen.