Späte Eltern – was spricht dafür, was dagegen?

In der Schweiz ist bereits jede dritte Mutter über 35 Jahre bei der Geburt ihres Kindes. Bei den Vätern ist jeder fünfte Vater sogar über 40 Jahre alt. Es besteht ein Trend zum späten Mutter- und Vaterglück. Sind späte Eltern bessere Eltern? Und was heisst es für die Kinder?

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Späte Eltern stehen oft gefestigter im Leben als junge. Sie haben beruflich bereits einiges erreicht und der wirtschaftliche Druck ist kleiner. Es bleibt mehr Zeit, um sich um das Kind zu kümmern. Auch die Beziehung zwischen Vater und Mutter steht oft auf soliderem Fundament, Scheidungen bei späten Eltern sind seltener als bei jungen.

Peinliche Eltern

Ganz ungetrübt ist das späte Elternglück allerdings nicht. Nebst den höheren biologischen und genetischen Risiken können ältere Eltern die Kinder auch psychisch prägen: Kommen die Kinder in die Pubertät, können ihnen die alten Eltern peinlich werden, der grosse Unterschied zwischen den Generationen und deren Werte kann zum Problem werden. Ausserdem müssen sich die Kinder oft früher mit der Gebrechlichkeit und Endlichkeit ihrer Eltern auseinandersetzen.

In der Sendung «Forum» diskutieren:

  • Irene Hösli, Chefärztin Geburtshilfe und Schwangerschaftsmedizin Universitätsspital Basel und selber späte Mutter
  • Eric Breitinger, Journalist und Verfasser des Buches „Späte Kinder“, selber Kind von späten Eltern
  • François Höpflinger, Soziologe und Generationenforscher

Ihre Meinung

Was denken Sie? Handeln späte Eltern egoistisch? Oder können späte Eltern ihre Kinder mit mehr Gelassenheit aufziehen? Sind späte Eltern eine logische Konsequenz unserer längeren Lebenserwartung? Hier geht es zur Onlinediskussion.

Prominente Eltern über 40