Zum Inhalt springen

Header

Audio
Ende der Corona-Schutzmassnahmen: Zu früh oder höchste Zeit?
Aus Forum vom 31.03.2022.
abspielen. Laufzeit 56 Minuten 42 Sekunden.
Inhalt

Zurück zur normalen Lage Corona-Schutzmassnahmen ade: zu früh oder höchste Zeit?

Es definitiv: Ab 31. März endet die besondere Lage. Das hat der Bundesrat am Mittwoch bekannt gegeben. Das heisst: Ab 1. April werden sämtliche Corona-Schutzmassnahmen aufgehoben. Keine Maskenpflicht mehr im öV, keine Isolationspflicht mehr für Infizierte. Nun sind die Kantone in der Pflicht.

Hier geht es direkt zur Online-Diskussion

Maskenpflicht entfällt

Ab Freitag, 1. April gilt Folgendes: Keine Maskenpflicht mehr im Tram oder in der S-Bahn, im Zug oder in der Seilbahn. Auch im Spital gilt keine, vom Bund verordnete, Maskenpflicht mehr. Kantone können aber weiterhin eine solche, zum Beispiel in Gesundheitseinrichtungen, beschliessen.

Isolationspflicht entfällt

Covid-19 wird auch nach dem 1. April zirkulieren. Wer sich angesteckt hat, muss sich jedoch nicht mehr verordnet in Isolation begeben. Am «Point de Presse» vom 22. März 2022 sagte Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit, es liege nun in der Eigenverantwortung jeder einzelnen Person, zuhause zu bleiben, wenn sich Symptome zeigten. Und der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri empfahl dringend, die Hygienemassnahmen aufrechtzuerhalten.

Unterschiedliche Reaktionen

Dass die letzten Corona-Schutzmassnahmen aufgehoben werden, findet Markus Bänziger, Direktor der Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell die einzig richtige Entscheidung. «Nur so kann das Vertrauen in die Politik erhalten und gestärkt werden», sagt er. Zudem müsste die Gesellschaft, Menschen und Unternehmen zurück zur Eigenverantwortung finden.

Nur so kann das Vertrauen in die Politik erhalten und gestärkt werden.
Autor: Markus Bänziger Direktor der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell

Ursula Zybach, Präsidentin Spitex Kanton Bern und Präsidentin Public Health Schweiz sieht es anders. Sie schaut besorgt auf die kommenden Wochen: «Dass sämtliche verbleibenden Corona-Schutzmassnahmen ab 1. April aufgehoben sind, finde ich verfrüht, risikoreich und wirtschaftsunfreundlich.»

Dass sämtliche verbleibenden Corona-Schutzmassnahmen ab 1. April aufgehoben sind, finde ich verfrüht, risikoreich und wirtschaftsunfreundlich.
Autor: Ursula Zybach Präsidentin Spitex (BE) und Präsidentin Public Health Schweiz

Was ist Ihre Meinung?

Box aufklappen Box zuklappen
Legende: SRF

Was halten Sie von der Aufhebung aller Corona-Schutzmassnahmen ab 1. April: Zu früh oder höchste Zeit?

Diskutieren Sie mit!

Zu Gast in der Sendung sind:

  • Ursula Zybach, Präsidentin Spitex Kanton Bern und Präsidentin Public Health Schweiz
  • Markus Bänziger, Direktor IHK Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell

19.3.2022 Radio SRF 1 um 17.20 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

26 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Claudia Boesch  (C.Boe.)
    Diese Wartefristen haben sich nicht erst seit Covid-19 aufgebaut. Geht schon länger so und wird so bleiben. Ist nur in den Fokus gerückt, da es als Argument gelten kann.
  • Kommentar von Claudia Boesch  (C.Boe.)
    Ein Monat so länger wäre richtig gewesen. Denn ohne klappt es in der Schweiz nicht. Man denkt nur an sich und der Andere ist egal. Wegen Husten zu Hause bleiben, dass ist doch idiotisch, kann man auf Facebook lesen. Oder, mir würde es eh nicht machen, der Andere soll selber schauen. Dass man dafür den Gegenüber mit Maske braucht, unwichtig.
  • Kommentar von Regula Brunner-Roos  (Regula Brunner-Roos)
    Es scheint fast so, als getrauten wir uns nicht mehr normal zu leben. Das finde ich absolut tragisch. Es gibt kein risikoloses Leben. Eigenverantwortung, Respekt zu den Mitmenschen, positives Denken und gesund leben. Das sollte wieder in unsere Köpfe. Der Staat ist nicht für alles verantwortlich.